SA 5. Mai 2018 – Markttag im Fröhlichland

Standlfrauen und Marktmänner am Markttag 2018

ALWIN SCHWARZ ist heuer für die Getränke zuständig und verkauft zudem sein Kinderspielzeug.

ANDREA FRÖHLICH lädt zum Schauen und Schmökern ins Atelier, wo es diesmal neben den Druckgrafiken auch Kinderbücher und den Collagen-Band „Wie soll ich leben?“ gibt.

GABRIELE DAXBERGER verkauft mit winterharten Blütenstauden und Rosenstöckchen, alles selbst aus Ablegern gezogen!

GÜLSEVER KARADENIZ und die Frauentruppe rund um sie, werden uns mit Lahmansun, Gösleme sowie türkischem Kaffee und Kuchen verwöhnen.

JOHANNA FRÖHLICH bietet ihr breites Sortiment an selbstgezogenen Gemüsesetzlinge an, auch aus dem Arche Noah-Samenarchiv: Rattenschwanzradies, Meerkohl, Glückskleerübchen und vieles mehr!

JOHANNES SCHWARZ hat KunstBlumenVasen und andere feine Dinge aus Holz, grad rechtzeitig für den Muttertag.

KARIN GEISHOFER verkauft an ihrem Stand Tischläufer aus Leitner-Leinen und Schaltücher aus Mohair und Seide.

LYDIA SCHÄFL kommt mit Kisten voller selbstgenähter Kinder- und Babybekleidung. Die bunten Mützen und Kleidungsstücken machen Freude beim Schenken und Tragen.

MANFRED und HELGA WEULE bringen ihre Bücher, Tierkarten, vielleicht auch ihre Instrumente sowie ihre weiteren Angebote, die damit verbunden sind.

MATHILDE MÜHLBACHLER verkauft ihre traditionellen Gemüsepflanzen: Kohlrabi, Karfiol, und vieles mehr, das in einem klassisch Selbstversorger-Garten zu finden ist.

MARGIT MEHRWALD zeigt wie schick und schmückend Draht sein kann.

MARGOT CAMPBELL steht für „Glass artifacts and curiosities“. Sie bringt schicke Upcycling-Produkte und Mehrerlei in Kupferfolientechnik.

REGINA WIKLICKY bringt Gartenblumen zum Aussetzen, sowie edle Papier-Produkte und Wachs-Frischhaltepapier.

ULRIKE PUCHNER kommt mit ihren handgemachten Unikaten aus Keramik für Garten und Wohnraum.

Kost nix: Auch ein Kost Nix Tisch und ein Kleider-Flohmarkt wird wieder eingerichtet werden. Wenn du also Dinge zu verschenken hast, die jemand anderer noch gut brauchen kann – bringt sie mit! Vielleicht findest du statt dessen etwas anderes für dich am Kost nix Tisch!

Anreise
Gunnersdorf 5, 4240 Lasberg/Freistadt
und für alle die selbstorientiert ohne GPS unterwegs sind: Von Lasberg kommend – über Steinböckhof nach Gunnersdorf, bis zum dunkelgelben Haus am Waldrand links. Von Freistadt kommend – Richtung St. Oswald dann beim Schild Gunnersdorf rechts in den Wald rein, durch die Siedlung durch, dann rechts am Waldrand.

Mit etwas Glück wird es ein frühlingshaft sonniger Tag und wir machen Lagerfeuer und Zusammensein am Waldrand!
Wir freuen uns, auf die diejenigen, die sich mit Pflänzchen für ihren Garten versorgen, auf die, überhaupt keine Pflänzchen sollen, sondern sich einfach ans Lagerfeuer setzen, auf die, die mal schauen, was es so schickes und feines gibt und überhaupt.

KunstRätsel 028

Der österreichischen Künstlerin, die wir dieses Monat aufgreifen, gelang mit ihrer ersten Performance 1990 ein karrierefördernder Skandal: Sie fügte sich Wunden zu, um sich anschließend mit dem Blut selbst zu bemalen. Silvia, ach Silvia! Wie damals ist in ihren Arbeiten Inszenierung und Realität, Fiktives und faktisches oft nicht zu trennen. Sie spielt mit der Rolle der Künstlerin als öffentliche Person versus ihrem Privat- und Intimleben, bearbeitet das Thema der Aufmerksamkeit und Selbstinszenierung als Star, etabliert Bezüge innerhalb der Kunst und thematisiert die Spannung zwischen Epigone und Originalität. Jede Silvia, jede Andrea als eigenes Kunstwerk?
Seit den 1980er Jahren dokumentiert und inszeniert sie sich und ihr Leben in verschiedenen Medien: Malerei, Fotografie, Video und Performance. Sie geriet mehrfach in gerichtliche Konflikte mit Galeristen und ließ bei einer über drei Jahre lang geplante Ausstellung einfach weiße Wände eröffnen – eine konzeptuelle Geste? Silvia, ach Silvia! Eine große Werkschau mit Werken gab es 2003 im Essl Museum und 2009 repräsentierte sie Österreich auf der Venedig Biennale.
Das Projekt Cat Woman spielte sie London. Silvia, ach Silvia! Es wurde indirekt in der Sendung Willkommen Österreich diesen Jänner vorgestellt. Wie so oft gab es auch dabei keine Bühne, keine Galeriewand und keine Museumsschwelle ̶ „Wozu auch?“ sagte die von uns gesuchte Künstlerin lakonisch. Silvia, ach Silvia!
Wen suchen wir diesen Monat mit Cat Woman?

RätselLösung März
Mit dem Rätsel des vergangenen Monats haben wir uns auf Fiona Hall und ihre Arbeit im australischen Pavillon in Venedig 2015 bezogen. Als Nachtrag eine Textstelle aus dem sehr aufschlussreichem Buch „Entlang der Gräben“ von Navid Kermani. Er gib ein Statement des polnischen Schriftstellers Adam Zagajewski wieder: „Man könne nicht ständig die Engstirnigkeit, die Borniertheit, die Angst bekämpfen, sagt er, das mache auf Dauer blöd. Vielmehr müsse man zeigen – in der Gesellschaft, in der Kultur, in Büchern, im alltäglichen Miteinander -, daß sich die Offenheit lohnt, daß sie Spaß macht, daß sie schön ist, daß sie einen weiterbringt als der Rückzug. Mit Langeweile rette man Europa nicht.“
(Navid Kermani, Entlang der Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan, München 2018, S. 33)

MerryBlack

Sie wissen nicht wer oder was MerryBlack ist?
Auf diesem youtube Kanal sammeln wir unsere Video-Clips, die zum Teil für unsere KunstRätsel als auch aus anderen Anlässen entstanden sind und noch entstehen werden. Wie wir zum Namen MerryBlack kommen, lassen wir an dieser Stelle ungeklärt – und es ist hiermit ein ungelistetes (Kunst)Rätsel.
Mit lieben Grüßen, Fröhlich + Schwarz

KunstRätsel 027

Die Welt als Wunderkammer tat sich vor uns auf, als wir das Bezugswerk dieses KunstRätsel 2015 in Venedig in einem neu errichteten Länderpavillon entdeckten. Nebenwirkungen von Globalisierungsprozessen, Verschränkung von Kulturgut und Naturfundstück, Handwerkskunst und Material-Shifts, diese Gedankenfelder werden vor den Vitrinen und Schauwänden, die die von uns gesuchte Künstlerin geschaffen hat, angestoßen. In einer der Wunderkammer-Vitrinen waren diese auf den ersten Eindruck verspielt und leicht wirkenden Brot-Tableaus aufgebaut. Schaut man genau, entdeckt man ungemütliche Weltbilder: Rot-Keuz-Zeltlager auf Ländern des Mittleren Osten, Atomkraftwerk-Kühltürme auf japanischen Inseln, Gebäude-Ruinen auf Erdbebengebieten und weltweit Zäune, Mauern, Sperranlagen. Nicht nur weit weg von uns werden Grenzen verstärkt hochgezogen: USA-Mexiko, Sudan-Südsudan, Nordkora-Südkorea, Israel-Palästina, Indien-Pakistan, um nur einige der weltweit bestbewachten menschengemachten Grenzen zu nennen. Vor unserer Haustüre wird an mehreren Regionen die EU-Außengrenze „dicht gemacht“ und „mit massiver Bedrohung der inneren Sicherheit“ argumentiert. Unserer Erfahrung entspricht es nicht, dass Abschottung und Ausgrenzung von “ allem und allen Anderen“ das Leben reicher, genussvoller und lebendiger machen.
Diese Brot-Welt-Karten entstanden von 2014 bis 2015 unter dem Titel „Crust“. Die Kuste: das Brot, die Erde.
Wer ist die von uns gesuchte Künstlerin?

Die Künstlerin des KunstRätsels 026, Februar 2018, ist Louise Bourgeois und ihrer Geschichte zur Mandarinenschale gewidmet.

Alle Jahre wieder: Markttag! Samstag 5. Mai im Fröhlichland

Samstag 5. Mai, ab 9 Uhr – zum Vormerken!
Alle die sich für unbekannte Gemüsepflanzen wie Schlangenknoblauch und Glückskleerübchen interessieren sind hier genau richtig! Neben Setzlingen für die anbrechende Gartensaisson gibt es Kunsthandwerk aus der Region und auch einen Flohmarkt und KostNix-Bereich: Bringen Sie dafür Ihre Sachen mit, für die Sie keine Verwendung mehr haben und nehmen Sie sich das eine andere Stück, das Ihnen gefällt mit!
Fix ist auch bereits, dass die Frauen-Truppe rund um Gülseva uns wieder türkisch bekochen wird!

Wo? Gunnersdorf 5, Freistadt

KunstRätsel 026


Anhand diesem scheinbar unschuldigen Mandarinenschalenwesen greifen wir diesen Monat
die aktuellen Diskussionen rund um #me too auf.
Der Vater, der von uns gesuchten Künstlerin, hatte das abartige Interesse seine Tochter am Familienesstisch als Mädchen bloß zu stellen. Er nutze den stielartigen weißen Ansatz in der Mitte der Mandarine um sie auf ihren „fehlenden Penis“ aufmerksam zu machen. Es war eine Situation, die die gesuchte Künstlerin auch Jahrzehnte danach noch beschäftigte.
Rund 100 Jahre später wird jemand, der damit prahlt Frauen sexuell belästigt zu haben, zum Präsidenten gewählt und weltweit schrieben hundertausende Frauen #me too um kund zu tun, dass sie sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren. In allen drei „Fällen“ zeigen sich sexuell besetzte Machtverhältnisse.
Wir leben in einer extrem sexualisierten Öffentlichkeit, in der Medien, insbesondere Werbung, primär mit sexuellen Markern und Idealen arbeiten, was unter anderem das allseits bekannten Phänomen des „oversexed und underfucked“ nach sich zieht. Unbefangenes Flirten und Koketterie – eine Kunst, die wir aussterben haben lassen – scheint mit den aktuellen Diskursen nicht mehr möglich, scheint uns aber notwendiger denn je um unser Mensch sein zu retten.
Bei uns liegen aktuell zwei Bücher von Katharina von der Gathen als wohltuendes Gegengewicht zu all diesen gewichtigen Wirren um Sexualität auf der Couch: „Das Liebesleben der Tiere“ und „Klär mich auf!“
Die von uns gesuchte französisch-US-amerikanische Künstlerin starb im Alter von 98 Jahren in New York. Bekannt wurde sie mit ihren neun Meter hohen Spinnen-Bronzefiguren, einige davon auch im Besitz mehrerer europäischer Museen. Die Skulpturen versinnbildlichen eine sorgende Mutterfigur.
Wie ist der Name der von uns gesuchten Künstlerin?

Die Arbeit des Jänner-KunstRätsel stammt von Boris Achour „Games whose rules I ignore“ (ab 30:00 min)

KunstRätsel 025

Eine verspielte Arbeit hat uns bei der Venedig Biennale 2015 besonders angezogen: Kartensets und Spielsteine, Figuren und Lederwürste, Spielfelder in mehreren Varianten und jeweils Menschen, die die Spiele spielen. Ja, was spielen sie? Welchen Regeln folgen ihre Züge und Bewegungen, ihr Zögern und ihr Agieren? Ist immer alles möglich?
Johannes genießt die Optionen, bringt ständig neue Handlungsvarianten ins Spiel, agiert unerschrocken und regellos. Andrea wirft das so offene Set an Möglichkeiten in eine Kafka-Welt. Hilflos und mit Widerwillen versucht sie sich über Wasser zu halten.
Die ständige Gratwanderung zwischen notwendigen Regelungen und einem zu eng werdenden Korsett an Reglementierungen erleben wir ständig – im großen wie im kleinen. Aktuell greift das aufstellen von Regeln und enge definieren von dem was sein darf und was nicht, wieder stärker um sich. Soziale Gerechtigkeiten werden ersetzt durch angebliche Maßnahmen zur Sicherheit, Lebensgestaltungsmöglichkeiten werden zusehends eingeschränkt und überwacht.
Das „Kunst-Spiel“ fordert heraus sich im Ungewissen zu bewegen, situativ Entscheidungen zu treffen zwischen Lust und Intuition, Strategie und Perspektivwechsel. Wer spielt schon gern alleine?
Die von uns imitierte Videoinstallation stammt von einem 1966 in Marseille geboren, in Paris lebenden und arbeitenden Künstler. Wie heißt der Titel der Arbeit und von wem stammt sie?
Zu gewinnen gibt es einen Spielabend mit Johannes! Andrea spielt nicht mit, sie serviert die Getränke.

Mit dem Lied Glückskeks von Willi Landl haben Sie die Lösung für das Rätsel 024. Wir gratulieren herzlichst.

KunstRätsel 024


Mit dieser Art von Orakel wird klassischerweise beglückt, wer ein asiatisches Glutamat-Gericht zu sich genommen hat. Und von diesem Glück, das in Keksen versteckt gereicht wird, singt auch der oberösterreichische Reim-Verweigerer den wir mit diesem KunstRätsel suchen. Egal was er auch besingt, die nervende Eintönigkeit des Alltags, die allumfassendste Liebe oder von Onkeln und Tanten, er tut es im Stile eines Gentlemans, fein im Ausdruck, pointiert und mit einem Schuss bissiger Ironie, die aber niemals ins Abgehobene oder Überhebliche abgleitet. Ganz nebenbei und völlig unbeabsichtigt wirf er mit seiner Musik die Frage auf, warum es in Österreich neben ihm kaum hauptberufliche männliche Jazzsänger gibt.
Wir jedenfalls würden uns freuen, ihn mal wieder in Steinbach, im Gasthaus Penkner erleben zu können! Wie heißt der von uns gesuchte Musiker, der nicht nur auf Glückskekse steht sondern auch alles mit „Bob“ mag?

Des November-Rätsels Lösung: „Es war wirklich nicht schwierig. Da hätte jeder von uns raufgehen können“ sagte Robert Mang.

Weihnachtsausstellung


Beim Adventwochenden am Michaelihof werde ich zwei Collagen-Serien ausstellen und meine Bücher, die dieses Jahr fertig geworden sind, verkaufen.
Das Zwirnknopf-Buch „Das Runde wer bin ich wird zu erwerben sein. Vom Kinderbuch „Ausland ist wohl anderswo“ gibt es beides – die gerahmten Originalgrafiken und das Buch zum Mitnehmen und Vorlesen über die Weihnachtsfeiertage. Auch die Collagenserie „Wie soll ich leben?“ wird ausgestellt sein und auch hier gibt es zudem die Collagen als Katalog zu erwerben. Vielleicht wird die Ausstellung im Pferdestall zu finden sein, vielleicht auch anderswo.
Zudem wird es an beiden Tagen auch einen offenen Workshop geben, der sich ebenfalls mit der Frage nach dem ausLAND befassen wird. Der Begriff lässt sich aus zahlreichen Blickwinkeln betrachten und öffnet sowohl für Kinder als auch Erwachsene unterschiedliche Gedankengänge. Es wird jede Menge Collagenmaterial, Schneide- und Klebewerkzeug zur Verfügung stehen mit dem sich jede und jeder auf die Suche nach seinem Ausland machen kann.

Samstag 16. und Sonntag 17. Dezember 2017
am
Michaelihof – Autonomer Sozialer Raum
Pinkatalstraße 10, 8243 Pinggau

Und für alle, die an diesem Wochenende schon etwas vorhaben und der Michaelihof zu weit weg ist. Auch ein andermal lässt sich in den Jurten ein zauberhaftes Wochenende verbringen!

KunstRätsel 023


Diesen Monat nach dem italienischen Goldschmied und Bildhauer Benvenuto Cellini zu fragen, wäre eine Farce. Seinem Bravour-Stück der Goldschmiedekunst und des Gebrauchsdesigns steht die Bravour-Performance des Diebstahls 2003 gegenüber: genau schauen und Sicherheitslücken erkennen, im Morgengrauen ein Baugerüst erklettern, innerhalb von 46 Sekunden beherzt zuschlagen, einpacken und weg; das 50-Millionen-Euro-Teil in einem Waldstück beim Dorf Brand bei Zwettl vergraben, den abnehmbaren Dreizack separat der Fahndungspolizei zusenden, eine Großfahndung evozieren, zehn Millionen Lösegeld von der Versicherung fordern und drohen das goldene Glanzstück einzuschmelzen falls sie kein Geld rüberwachsen lassen.
Also wirklich gerechtfertigt, dass der von uns gesuchte Meisterdieb von den verhängten fünf Jahren nur zwei Jahre und neun Monate absitzen musste. Wie heißt der Kunsträuber?

KunstRätsel 022: Die bereits mit 36 Jahren verstorbene kubanisch Künstlerin Ana Mendieta schuf als erste diese Art der Quetsch-Portraits. Inzwischen kursieren mit dieser Methode produzierte Portraits in unterschiedlichen Spielvarianten und müssen, zur Irritation jeder Gesichtserkennungssoftware, auch als Facebook-Profilfotos herhalten.


So schaut das womögliche Profilfoto von Johannes aus und so die Serie von Ana Mendieta: