Alle Jahre wieder: Markttag! Samstag 5. Mai im Fröhlichland

Samstag 5. Mai, ab 9 Uhr – zum Vormerken!
Alle die sich für unbekannte Gemüsepflanzen wie Schlangenknoblauch und Glückskleerübchen interessieren sind hier genau richtig! Neben Setzlingen für die anbrechende Gartensaisson gibt es Kunsthandwerk aus der Region und auch einen Flohmarkt und KostNix-Bereich: Bringen Sie dafür Ihre Sachen mit, für die Sie keine Verwendung mehr haben und nehmen Sie sich das eine andere Stück, das Ihnen gefällt mit!
Fix ist auch bereits, dass die Frauen-Truppe rund um Gülseva uns wieder türkisch bekochen wird!

Wo? Gunnersdorf 5, Freistadt

KunstRätsel 026


Anhand diesem scheinbar unschuldigen Mandarinenschalenwesen greifen wir diesen Monat
die aktuellen Diskussionen rund um #me too auf.
Der Vater, der von uns gesuchten Künstlerin, hatte das abartige Interesse seine Tochter am Familienesstisch als Mädchen bloß zu stellen. Er nutze den stielartigen weißen Ansatz in der Mitte der Mandarine um sie auf ihren „fehlenden Penis“ aufmerksam zu machen. Es war eine Situation, die die gesuchte Künstlerin auch Jahrzehnte danach noch beschäftigte.
Rund 100 Jahre später wird jemand, der damit prahlt Frauen sexuell belästigt zu haben, zum Präsidenten gewählt und weltweit schrieben hundertausende Frauen #me too um kund zu tun, dass sie sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren. In allen drei „Fällen“ zeigen sich sexuell besetzte Machtverhältnisse.
Wir leben in einer extrem sexualisierten Öffentlichkeit, in der Medien, insbesondere Werbung, primär mit sexuellen Markern und Idealen arbeiten, was unter anderem das allseits bekannten Phänomen des „oversexed und underfucked“ nach sich zieht. Unbefangenes Flirten und Koketterie – eine Kunst, die wir aussterben haben lassen – scheint mit den aktuellen Diskursen nicht mehr möglich, scheint uns aber notwendiger denn je um unser Mensch sein zu retten.
Bei uns liegen aktuell zwei Bücher von Katharina von der Gathen als wohltuendes Gegengewicht zu all diesen gewichtigen Wirren um Sexualität auf der Couch: „Das Liebesleben der Tiere“ und „Klär mich auf!“
Die von uns gesuchte französisch-US-amerikanische Künstlerin starb im Alter von 98 Jahren in New York. Bekannt wurde sie mit ihren neun Meter hohen Spinnen-Bronzefiguren, einige davon auch im Besitz mehrerer europäischer Museen. Die Skulpturen versinnbildlichen eine sorgende Mutterfigur.
Wie ist der Name der von uns gesuchten Künstlerin?

Die Arbeit des Jänner-KunstRätsel stammt von Boris Achour „Games whose rules I ignore“ (ab 30:00 min)

KunstRätsel 025

Eine verspielte Arbeit hat uns bei der Venedig Biennale 2015 besonders angezogen: Kartensets und Spielsteine, Figuren und Lederwürste, Spielfelder in mehreren Varianten und jeweils Menschen, die die Spiele spielen. Ja, was spielen sie? Welchen Regeln folgen ihre Züge und Bewegungen, ihr Zögern und ihr Agieren? Ist immer alles möglich?
Johannes genießt die Optionen, bringt ständig neue Handlungsvarianten ins Spiel, agiert unerschrocken und regellos. Andrea wirft das so offene Set an Möglichkeiten in eine Kafka-Welt. Hilflos und mit Widerwillen versucht sie sich über Wasser zu halten.
Die ständige Gratwanderung zwischen notwendigen Regelungen und einem zu eng werdenden Korsett an Reglementierungen erleben wir ständig – im großen wie im kleinen. Aktuell greift das aufstellen von Regeln und enge definieren von dem was sein darf und was nicht, wieder stärker um sich. Soziale Gerechtigkeiten werden ersetzt durch angebliche Maßnahmen zur Sicherheit, Lebensgestaltungsmöglichkeiten werden zusehends eingeschränkt und überwacht.
Das „Kunst-Spiel“ fordert heraus sich im Ungewissen zu bewegen, situativ Entscheidungen zu treffen zwischen Lust und Intuition, Strategie und Perspektivwechsel. Wer spielt schon gern alleine?
Die von uns imitierte Videoinstallation stammt von einem 1966 in Marseille geboren, in Paris lebenden und arbeitenden Künstler. Wie heißt der Titel der Arbeit und von wem stammt sie?
Zu gewinnen gibt es einen Spielabend mit Johannes! Andrea spielt nicht mit, sie serviert die Getränke.

Mit dem Lied Glückskeks von Willi Landl haben Sie die Lösung für das Rätsel 024. Wir gratulieren herzlichst.

KunstRätsel 024


Mit dieser Art von Orakel wird klassischerweise beglückt, wer ein asiatisches Glutamat-Gericht zu sich genommen hat. Und von diesem Glück, das in Keksen versteckt gereicht wird, singt auch der oberösterreichische Reim-Verweigerer den wir mit diesem KunstRätsel suchen. Egal was er auch besingt, die nervende Eintönigkeit des Alltags, die allumfassendste Liebe oder von Onkeln und Tanten, er tut es im Stile eines Gentlemans, fein im Ausdruck, pointiert und mit einem Schuss bissiger Ironie, die aber niemals ins Abgehobene oder Überhebliche abgleitet. Ganz nebenbei und völlig unbeabsichtigt wirf er mit seiner Musik die Frage auf, warum es in Österreich neben ihm kaum hauptberufliche männliche Jazzsänger gibt.
Wir jedenfalls würden uns freuen, ihn mal wieder in Steinbach, im Gasthaus Penkner erleben zu können! Wie heißt der von uns gesuchte Musiker, der nicht nur auf Glückskekse steht sondern auch alles mit „Bob“ mag?

Des November-Rätsels Lösung: „Es war wirklich nicht schwierig. Da hätte jeder von uns raufgehen können“ sagte Robert Mang.

Weihnachtsausstellung


Beim Adventwochenden am Michaelihof werde ich zwei Collagen-Serien ausstellen und meine Bücher, die dieses Jahr fertig geworden sind, verkaufen.
Das Zwirnknopf-Buch „Das Runde wer bin ich wird zu erwerben sein. Vom Kinderbuch „Ausland ist wohl anderswo“ gibt es beides – die gerahmten Originalgrafiken und das Buch zum Mitnehmen und Vorlesen über die Weihnachtsfeiertage. Auch die Collagenserie „Wie soll ich leben?“ wird ausgestellt sein und auch hier gibt es zudem die Collagen als Katalog zu erwerben. Vielleicht wird die Ausstellung im Pferdestall zu finden sein, vielleicht auch anderswo.
Zudem wird es an beiden Tagen auch einen offenen Workshop geben, der sich ebenfalls mit der Frage nach dem ausLAND befassen wird. Der Begriff lässt sich aus zahlreichen Blickwinkeln betrachten und öffnet sowohl für Kinder als auch Erwachsene unterschiedliche Gedankengänge. Es wird jede Menge Collagenmaterial, Schneide- und Klebewerkzeug zur Verfügung stehen mit dem sich jede und jeder auf die Suche nach seinem Ausland machen kann.

Samstag 16. und Sonntag 17. Dezember 2017
am
Michaelihof – Autonomer Sozialer Raum
Pinkatalstraße 10, 8243 Pinggau

Und für alle, die an diesem Wochenende schon etwas vorhaben und der Michaelihof zu weit weg ist. Auch ein andermal lässt sich in den Jurten ein zauberhaftes Wochenende verbringen!

KunstRätsel 023


Diesen Monat nach dem italienischen Goldschmied und Bildhauer Benvenuto Cellini zu fragen, wäre eine Farce. Seinem Bravour-Stück der Goldschmiedekunst und des Gebrauchsdesigns steht die Bravour-Performance des Diebstahls 2003 gegenüber: genau schauen und Sicherheitslücken erkennen, im Morgengrauen ein Baugerüst erklettern, innerhalb von 46 Sekunden beherzt zuschlagen, einpacken und weg; das 50-Millionen-Euro-Teil in einem Waldstück beim Dorf Brand bei Zwettl vergraben, den abnehmbaren Dreizack separat der Fahndungspolizei zusenden, eine Großfahndung evozieren, zehn Millionen Lösegeld von der Versicherung fordern und drohen das goldene Glanzstück einzuschmelzen falls sie kein Geld rüberwachsen lassen.
Also wirklich gerechtfertigt, dass der von uns gesuchte Meisterdieb von den verhängten fünf Jahren nur zwei Jahre und neun Monate absitzen musste. Wie heißt der Kunsträuber?

KunstRätsel 022: Die bereits mit 36 Jahren verstorbene kubanisch Künstlerin Ana Mendieta schuf als erste diese Art der Quetsch-Portraits. Inzwischen kursieren mit dieser Methode produzierte Portraits in unterschiedlichen Spielvarianten und müssen, zur Irritation jeder Gesichtserkennungssoftware, auch als Facebook-Profilfotos herhalten.


So schaut das womögliche Profilfoto von Johannes aus und so die Serie von Ana Mendieta:

Wie soll ich leben?

Die immerwährende Aktualität der Frage, wie man den leben soll, bildete den Ausgangspunkt einer Collagenserie, die nun als Katalog erhältlich ist.
Der Band kann für 25 € direkt bei mir (0680 / 1177011) (exkl. Versandkosten) bezogen werden.

Mensch sein ist ein Auftrag
Der Gestaltungsprozess dieses Projektes war mir wie die Erforschung einer Art Werkzeugkoffer von Denk- und Handlungsstrategien, die sich zwischen dem 16. Jahrhundert und der 2000er Wende aufspannen. Was mich anstach, waren die aufblitzenden Kurzschlüsse zwischen den Gedankenläufen von Michel dem Montaigne ̶ immerhin ist er schon über 420 Jahre tot ̶ und gegenwärtiger Gesellschaftsdenke. Es entstand ein nicht ganz zumutungsfreie Theater aus visuellen Versatzstücken und textlichen Fragmenten, aus assoziativen Schnittmengen und wissenschaftlicher Weltformel-Suche.
Das textliche Gemengelage stellt Fragmente folgender Publikationen in Nachbarschaft: Gilles Deleuze „Differenz und Wiederholung“, Robert Pfaller „Zwei Welten und andere Lebenselixiere“, Richard Sennett „Handwerk“ und Peter Sloterdijk „Du musst dein Leben ändern“. Die Antworten, jeweils eine pro Blatt, folgen der Struktur der von Sarah Bakewell verfassten Michel de Montaigne-Biographie mit dem Titel „Wie soll ich leben? oder das Leben Montaignes in einer Frage und zwanzig Antworten“.
Diese Collagen sind ein Denk-Apparat, der sowohl der Niederschlag meiner Spurensuche als auch eine Spurenlege ist. Die aufgewühlte Ordnung ohne stringente Erzählung ist nicht zuletzt ein Unternehmen um mir ̶ wieder einmal ̶ fixe Ideen vom Hals zu halten.

KunstRätsel 022

Zigtausend flache Frauenbilder wurden im Laufe der vergangenen Jahrhunderte, vor allem von Männern, gepinselt und gespachtelt, abgelichtet und gedruckt.
Flache Portraits von sich selbst schuf auch die von uns gesuchte, in Kuba geborene, Künstlerin. Der Einsatz ihres eigenen Körpers durchzieht ihr gesamtes Werk. Konsequent arbeitete sie gegen glatte Optik und hübsche Bilder. Bereits 1972 entstand die Serie ihrer Körper-Eindrücke, die konträr sind zu all den aktuell kursierenden, geschönten und standardisierte Bilder mit denen wir via Facebook-Profil, Instagram und Co. unsere Identität vermarkten.
Erst 2014 widmete das Museum der Moderne, Salzburg der gesuchten Künstlerin die erste große Retrospektive im deutschsprachigen Raum. Wessen Bildkonzept wird hier von uns aufgegriffen?

Rätsellösung 021: Ja, der Altmeister Daniel Spoerri, der dieses Jahr seinen 87. Geburtstag feierte, macht schon lange keine Fallen-Bilder mehr sondern spielt sich mit unterschiedlichen andere Medien und Materialien. Sein „Fadenscheiniges Orakel“ stammt aus dem Jahr 2014. Eine Auswahl seiner Arbeiten ist in seinem Museum in Hadersdorf, NÖ zu sehen.

ZuckerReich

Beim diesjährigen Tag des Denkmals, der ganz im Namen von Kaiserin Maria Theresia steht, stelle ich /Andrea Fröhlich/ eine besondere Art der Weltkarte aus.
Ein „Bild“ aus Kaffee-Zuckersäckchen, die von mir von mehreren Weltenbummlerinnen, Nah- und Fernreisenden zugetragen worden sind.
Und? Was hat das ganze mit Maria Theresia zu tun? Sie veranlasste 1750 die Gründung der 1. Zuckerfabrik der Monarchie! Ab dem 19. Jahrhundert wurde dann nicht mehr Rohzucker aus Indien importiert, sondern man begann in Österreich Zuckerrüben anzubauen.
Wer ist beim Tag des Denkmal wo genau zu finden:

ein Buch für findige Kinder

Diese kleinen runden Scheibchen sind für Kinder nicht einfach zu identifizieren! Es fehlen ihnen im Vergleich zu ihren bekannten Artgenossen etwas entscheidendes: die Löcher!

DAS RUNDE WER BIN ICH ist ein Buch für Kinder im Vorschulalter, zum schauen, lesen und tun!

Die Idee zum Buch stammt von Franz Denkmayr. Ich habe sein Konzept mit Collagen umgesetzt. Wir haben eine Kleinstauflage von 100 Stück drucken lassen.

Erhältlich ist das Buch inkl. Zwirnknöpfe im MÜK, Freistadt sowie direkt bei mir .