Wie soll ich leben?

Die immerwährende Aktualität der Frage, wie man den leben soll, bildete den Ausgangspunkt einer Collagenserie, die nun als Katalog erhältlich ist.
Der Band kann für 25 € direkt bei mir (0680 / 1177011) (exkl. Versandkosten) bezogen werden.

Mensch sein ist ein Auftrag
Der Gestaltungsprozess dieses Projektes war mir wie die Erforschung einer Art Werkzeugkoffer von Denk- und Handlungsstrategien, die sich zwischen dem 16. Jahrhundert und der 2000er Wende aufspannen. Was mich anstach, waren die aufblitzenden Kurzschlüsse zwischen den Gedankenläufen von Michel dem Montaigne ̶ immerhin ist er schon über 420 Jahre tot ̶ und gegenwärtiger Gesellschaftsdenke. Es entstand ein nicht ganz zumutungsfreie Theater aus visuellen Versatzstücken und textlichen Fragmenten, aus assoziativen Schnittmengen und wissenschaftlicher Weltformel-Suche.
Das textliche Gemengelage stellt Fragmente folgender Publikationen in Nachbarschaft: Gilles Deleuze „Differenz und Wiederholung“, Robert Pfaller „Zwei Welten und andere Lebenselixiere“, Richard Sennett „Handwerk“ und Peter Sloterdijk „Du musst dein Leben ändern“. Die Antworten, jeweils eine pro Blatt, folgen der Struktur der von Sarah Bakewell verfassten Michel de Montaigne-Biographie mit dem Titel „Wie soll ich leben? oder das Leben Montaignes in einer Frage und zwanzig Antworten“.
Diese Collagen sind ein Denk-Apparat, der sowohl der Niederschlag meiner Spurensuche als auch eine Spurenlege ist. Die aufgewühlte Ordnung ohne stringente Erzählung ist nicht zuletzt ein Unternehmen um mir ̶ wieder einmal ̶ fixe Ideen vom Hals zu halten.

KunstRätsel 022

Zigtausend flache Frauenbilder wurden im Laufe der vergangenen Jahrhunderte, vor allem von Männern, gepinselt und gespachtelt, abgelichtet und gedruckt.
Flache Portraits von sich selbst schuf auch die von uns gesuchte, in Kuba geborene, Künstlerin. Der Einsatz ihres eigenen Körpers durchzieht ihr gesamtes Werk. Konsequent arbeitete sie gegen glatte Optik und hübsche Bilder. Bereits 1972 entstand die Serie ihrer Körper-Eindrücke, die konträr sind zu all den aktuell kursierenden, geschönten und standardisierte Bilder mit denen wir via Facebook-Profil, Instagram und Co. unsere Identität vermarkten.
Erst 2014 widmete das Museum der Moderne, Salzburg der gesuchten Künstlerin die erste große Retrospektive im deutschsprachigen Raum. Wessen Bildkonzept wird hier von uns aufgegriffen?

Rätsellösung 021: Ja, der Altmeister Daniel Spoerri, der dieses Jahr seinen 87. Geburtstag feierte, macht schon lange keine Fallen-Bilder mehr sondern spielt sich mit unterschiedlichen andere Medien und Materialien. Sein „Fadenscheiniges Orakel“ stammt aus dem Jahr 2014. Eine Auswahl seiner Arbeiten ist in seinem Museum in Hadersdorf, NÖ zu sehen.

ZuckerReich

Beim diesjährigen Tag des Denkmals, der ganz im Namen von Kaiserin Maria Theresia steht, stelle ich /Andrea Fröhlich/ eine besondere Art der Weltkarte aus.
Ein „Bild“ aus Kaffee-Zuckersäckchen, die von mir von mehreren Weltenbummlerinnen, Nah- und Fernreisenden zugetragen worden sind.
Und? Was hat das ganze mit Maria Theresia zu tun? Sie veranlasste 1750 die Gründung der 1. Zuckerfabrik der Monarchie! Ab dem 19. Jahrhundert wurde dann nicht mehr Rohzucker aus Indien importiert, sondern man begann in Österreich Zuckerrüben anzubauen.
Wer ist beim Tag des Denkmal wo genau zu finden:

ein Buch für findige Kinder

Diese kleinen runden Scheibchen sind für Kinder nicht einfach zu identifizieren! Es fehlen ihnen im Vergleich zu ihren bekannten Artgenossen etwas entscheidendes: die Löcher!

DAS RUNDE WER BIN ICH ist ein Buch für Kinder im Vorschulalter, zum schauen, lesen und tun!

Die Idee zum Buch stammt von Franz Denkmayr. Ich habe sein Konzept mit Collagen umgesetzt. Wir haben eine Kleinstauflage von 100 Stück drucken lassen.

Erhältlich ist das Buch inkl. Zwirnknöpfe im MÜK, Freistadt sowie direkt bei mir .

KunstRätsel 021


Als inhaltliches upcycling könnte man die Werkreihe des von uns gesuchten Künstlers bezeichnen, auf die wir uns in diesem Kunsträtsel beziehen. In seinem Museum in Hadersdorf, NÖ, entdeckten wir das Kartenset mit den von ihm gestalteten Sprüchen. Bekannt geworden ist der gebürtige Rumäne ab den 1960 Jahren mit an die Wand montierten Tischflächen samt den fixierten Überbleibsel der vorausgegangenen „Dinnerparties“. In seinen textilen Textcollagen aus alten Wandschonern der Nachkriegszeit verkehrt er das gefundene Wortmaterial in gegenteiliges und verspieltes. Seine neuen Botschaften beziehen Position gegen Scheinheiligkeiten, moralische Fingerzeige und Schuldzuweisungen, meist mit katholischen Unterton. Altes neu aufmischen, ist von Zeit zu Zeit tatsächlich wortwörtlich notwendig!
Falls jemand seine alten Spruch-Tücher loswerden will – her damit! Wir kreieren Neues.

Der Künstler des August-Rätsels ist Tehching Hsieh und seine Art/Life „One Year Performance“ von 1983 bis 1984.

KunstRätsel 020

Genau ein Jahr lang, von 1983 bis 1984, waren eine Künstlerin und der von uns gesuchte Künstler mit einem zwei Meter langen Seil verbunden. Die beiden mussten sich im gleichen Raum aufhalten und durften sich, so der notarielle Vertrag den die beiden aufgesetzt hatten, nicht berühren. Der Künstler taiwanesischer Herkunft machte insgesamt fünf Jahres-Performances: So zum Beispiel verbrachte er ein ganzes Jahr auf der Straße ohne jemals einen Innenraum zu betreten. In einer weiteren Performance war es seine Aufgabe jede Stunde eine Stechuhr zu betätigen.

In Venedig, als Rahmenprogramm der Biennale, im Palazzo delle Prigioni ist noch bis 26. November 2017 das dokumentarische Material zu den zwei erwähnten Performances zu sehen.

Es ist Marcel Duchamp für den wir 100 Geburtstagskerzen im Urinoir entzündeten. 1917 hat er, wie der Kunsthistoriker Werner Spies schreibt, „der Kunstwelt eine Kloschüssel ins Gesicht geschleudert“ und damit weitere Entwicklungen der Kunst umfassend geprägt. Vom Origianl blieb dieses Foto, das Alfred Stieglitz gemacht hat.

Happy Birsthday Ready Made! Happy Birsthday Duchamp!

KunstRätsel 019


Johannes war bei der Freiwilligen Feuerwehr Aichberg einkaufen. Er willhaben ihr Objekt, gebraucht, Keramik, Breite 40 cm , Höhe 70cm, Tiefe 40 cm. Was ist das? Unseres hat 20 € gekostet, wie viel das des gesuchten Künstlers, ist nicht überliefert. Von der großen Schau 1917 im New Yorker Grand Central Palace, bei der er es präsentierte, wurde er damit jedenfalls ausgeschlossen: sein „Werk“ wurde als maschinengefertigt Alltagsobjekt entlarvt und konnte somit keinesfalls als Kunstwerk gesehen werden. Signiert haben wir unseres mit 100 Kerzen und wünschen HAPPY BIRTHDAY!
Das Original des gesuchten Kunstwerkes gilt als verschollen. Es ist nur fotographisch durch Alfred Stieglitz überliefert. Der gesuchte Künstler musste es aus der Ausstellung entfernen, Stieglitz stellte es in Folge in seiner Galerie 291 aus. Der Überlieferung nach hat er es danach einfach zum Sperrmüll geworfen. Hätte es damals schon willhaben gegeben, wer hätte es wohl gekauft? Vielleicht eine Freiwillige Feuerwehr. Übrigens: die Freiwillige Feuerwehr hätte ihr Freude gehabt bei unserem heißes Geburtstagsfest. Es ist nämlich so plötzlich so heiß geworden, dass die Schüssel einen Sprung bekam, wie seit der Ausstellung des Originals die Kunst.
Wer hat vor 100 Jahren ein Alltagsobjekt auf den Sockel gestellt, signiert und es so zu seinem Kunstwerk gemacht?

Der von uns verweiblichte Bücherwurm stammt vom deutschen Maler Carl Spritzweg, der gemeinsam mit Erwin Wurm, dem aktuell höchstdotierten österreichischen Künstler, der aktuell auch bei der Biennale di Venezia den österreichischen Pavillon bespielt. Johannes, hier nach dem Vorbild einer Wurm-one-minute-sculpture, flehend um Gnade: Zu Beginn und zu Ende der Minute. (Vgl. E. Wurm, The artist begging for mercy).

KunstRätsel 018


Wer dieses KunstRätsel als „one-minute-sculpture“ identifiziert ist zwar auf der richtigen Fährte, aber knapp daneben ist bekanntlich auch daneben. Zudem hat der Bildtitel auch mit Wurm zu tun, und dennoch bringt Sie das nur bedingt weiter. Wurm hin Wurm her – wir haben es hier nicht mit einem Künstler zu tun, dessen Name ein Homonym zu einer ganzen Reihe zum Teil nur sehr entfernt verwandter Gruppen wirbelloser Tiere ist, sondern der vielmehr der Pflanzengattung Plantago zuzuschreiben ist. Die Werke beider – von Pflanze und Tier – sind derzeit in Wien in einer gemeinsamen Ausstellung zu sehen.
Und, wessen Gemälde stellen wir hier nach?
Übrigens fragte ich mich auf der Leiter, ob 1850 der Maler dieses kleinformatigen Gemäldes so wie ich die Würmer im Gebälk hörte.

Die Lösung des KunstRätsel 017 wird mit diesem KLICK gelüftet! Köstlich! Köstlich?

Alte Zwirnknöpfe gesucht


Für ein neues Kinderbuch-Projekt suche ich /Andrea Fröhlich/ alte Zwirnknöpfe. Ja, sie können auch schon gebraucht, also aus alter Bettwäsche herausgeschnitten, sein. Wenn jemand welche hat, bitte melden: 0680 – 11 77 0 11