KunstRätsel 048

Das Lüppenbaz
Wir trafen es unterwegs,
auf der Suche nach mistigen Plätzen.
Dort eine sandige Stelle, da ein dreckiger Fleck,
will sich hinein fletzen ganz keck.
Das Lüppenbaz lebt ohne Sorgen um seinen weißen Schick,
immer nur das Wuzeln und Wälzen hat es im Blick.

Mit ihren politischen Fotomontagen wurde unsere Künstlerin des Dezember Rätsels bereits in den frühen Jahren der Zwischenkriegszeit bekannt. Sie war Mitglied der Berliner Dadaisten, verarbeitete anfangs ihre Haltung gegenüber den konservativen Werten der Weimarer Republik. Dann wandte sie sich der Repräsentation und Rezeption des Fremden zu um in weiterer Folge auch die zunehmende Macht der Nazis in Collagen zu reflektieren. Unser Lüppenbaz bezieht sich jedoch auf das von ihr 1945 gestaltete Bilderbuch. Sie entwickelte dafür 19 Fantasiewesen in Collage und Text. Obwohl damals bereits renommiert, fand sich erst nach ihrem Tod 1978 ein Verleger, der 200 Exemplare produzierte. Aktuell hat The Green Box Berlin eine neue Auflage herausgegeben.
Für ihre Fotomontagen schöpfte sie aus der damals noch sehr neuen Bilderflut der in Masse aufgelegten Populärmagazine mit Fotografien. Damit war es möglich fremde und vertraue Elemente aufeinander treffen zu lassen. Ihre letze große Collage aus dem Jahre 1972/73 trägt den programmatischen Titel “ Lebensbild“. Untrennbar ist sie als Künstlerin mit der Geschichte und Entwicklung der Collage als künstlerisches Medium verbunden.

Welche Künstlerin suchen wir dada?

November KunstRästels Lösung: Helen Marten war es, die die Brotmänner buk.