KunstRätsel

Seit Jänner 2016 machen wir, Andrea und Johannes, monatlich ein KunstRätsel. Wir tun, als ob wir große Künstler seien. Wir suchen uns ein Werk der Kunstwelt, das wir spannend oder einfach auch witzig finden, und imitieren es – mehr oder weniger präzise. Dann darf geraten werden, wer die gesuchte Künstlerin / der gesuchte Künstler ist.

KunstRätsel 031

Jeder hat sein Schloss, seinen Rahmen, seine Bühne, seinen Hafen, seinen Tellerrand oder auch seine Schachtel, in der er sich eingerichtet hat. Nicht auf unserem Garagenboden, sondern unter einem denkmalgeschützten Linzer Dachstuhl konnte man das Bezugswerk dieses Rätsels sehen, wenn man sich von Alice die Sinne verdrehen hat lassen. Wie heißt die Schweizer Künstlerin, die sich mit dem erschließen und bespielen von Räume auseinandersetzt?

Lösung KunstRätsel 030
Aus all diesen im Video genannten Teilen konstruierte Franz Gsellmann’s in den Jahren von 1958 bis 1981 seine Weltmaschine.

KunstRätsel 030

Exakt zum 60. Baubeginn-Jubiläum inszenieren wir zu einer Kunst-Maschine, die sowohl geographisch als auch hinsichtlich ihrer Bedeutung am Kunstmarkt weit ab von Venedig Biennale und lukrativen Sotheby-Versteigerungen angesiedelt ist. Ein kleiner Impuls, ein Zeitungsfoto des Atomium der Expo 1958 in Brüssel, war Anstoß für dieses Lebenswerk des Menschen, den wir suchen. Diese „die Welt“ in sich vereinende Maschine haben wir bereits drei Mal an dem Ort besucht, an dem es ursprünglich geschaffen wurde, nämlich außerhalb von Feldbach, außerhalb von Edelsbach, dort wo die Welt und das Leben in den Nachkriegsjahrzehnten noch recht Kaag war. Den Erbauer als österreichischen Jean Tinguely zu bezeichnen, lockt nur bedingt auf die richtige Fährte: oberflächlich betrachtet schufen zwar beide „bewegte Objekte durch Neukomposition von Second-Hand-Teilen“, aber während der eine zur erfolgreichen künstlerischen Avantgarde seiner Zeit zählte, wurde der andere als kompromisslosen Eigenbrötler angesehen. Klaus Ferentschik schrieb einen Roman über die Entstehungsgeschichte, Gerhard Roth einen Essayband und Peter Patzak machte, nach dem Drehbuch von Christine Nöstlinger, einen Film. Keine – oder vielleicht eine – Bauanleitung ist die im Video zu hörende Zutaten-Litanei, die bei Roth zu finden ist.
Die Maschine erzählt vom Leben eines Menschen, der gegen Norm und Ertragssteigerung, intensive Zeit und all seine finanziellen Ressourcen seiner Vision gewidmet hat. Die Maschine produziert optisches und akustisches Vergnügen und damit wird dieses KunstRätsel auch zum „Ausflugstipp für die ganze Familie“ in der Oststeiermark.
Wie heißen Kunstwerk und Erschaffer des von uns gesuchten Werkes?

Wer sich im Mai Zeit für Lyrik genommen hat, weiß vielleicht inzwischen, dass Sebastian 23 der von uns gesuchte Wortakrobat ist.

KunstRätsel 029


Diesen Monat verarbeiten wir ein Sprachkunstwerk, auf das wir durch Ö1 aufmerksam geworden sind. Die Kaskaden lehrreicher Sprachbilder stammen von einem Meister der deutschen Poetry Slam Szene, der die Zahl 23 anstatt seines Nachnamens führt. Sein Philosophie Studium als Basisbildung lies ihm in üppigen Happen Zeit für Lyrik. Eine Auswahl seiner Wort-Verdichtungen versammelte er unter dem ungewöhnlichsten Buchtitel 2016. Der, den wir suchen, fragt darin unter anderem, ob das Leben ein Umfall ist, erzählt die politisch korechte Fortsetzungsgeschichte von Dirk, Sören und Ronny (vulgo Karies-Hai), die zu besonderen Lieblingsfiguren von Johannes geworden sind und berichtet von seinen Versuchen Frauen kennen zu lernen.
Wie heißt der Wortakrobat, dem wir diesen Monat unser KunstRätsel widmen?

Die Lösung des letzten Rätsel, Monat Elke Silvia Krystufek.

KunstRätsel 028

Der österreichischen Künstlerin, die wir dieses Monat aufgreifen, gelang mit ihrer ersten Performance 1990 ein karrierefördernder Skandal: Sie fügte sich Wunden zu, um sich anschließend mit dem Blut selbst zu bemalen. Silvia, ach Silvia! Wie damals ist in ihren Arbeiten Inszenierung und Realität, Fiktives und faktisches oft nicht zu trennen. Sie spielt mit der Rolle der Künstlerin als öffentliche Person versus ihrem Privat- und Intimleben, bearbeitet das Thema der Aufmerksamkeit und Selbstinszenierung als Star, etabliert Bezüge innerhalb der Kunst und thematisiert die Spannung zwischen Epigone und Originalität. Jede Silvia, jede Andrea als eigenes Kunstwerk?
Seit den 1980er Jahren dokumentiert und inszeniert sie sich und ihr Leben in verschiedenen Medien: Malerei, Fotografie, Video und Performance. Sie geriet mehrfach in gerichtliche Konflikte mit Galeristen und ließ bei einer über drei Jahre lang geplante Ausstellung einfach weiße Wände eröffnen – eine konzeptuelle Geste? Silvia, ach Silvia! Eine große Werkschau mit Werken gab es 2003 im Essl Museum und 2009 repräsentierte sie Österreich auf der Venedig Biennale.
Das Projekt Cat Woman spielte sie London. Silvia, ach Silvia! Es wurde indirekt in der Sendung Willkommen Österreich diesen Jänner vorgestellt. Wie so oft gab es auch dabei keine Bühne, keine Galeriewand und keine Museumsschwelle ̶ „Wozu auch?“ sagte die von uns gesuchte Künstlerin lakonisch. Silvia, ach Silvia!
Wen suchen wir diesen Monat mit Cat Woman?

RätselLösung März
Mit dem Rätsel des vergangenen Monats haben wir uns auf Fiona Hall und ihre Arbeit im australischen Pavillon in Venedig 2015 bezogen. Als Nachtrag eine Textstelle aus dem sehr aufschlussreichem Buch „Entlang der Gräben“ von Navid Kermani. Er gib ein Statement des polnischen Schriftstellers Adam Zagajewski wieder: „Man könne nicht ständig die Engstirnigkeit, die Borniertheit, die Angst bekämpfen, sagt er, das mache auf Dauer blöd. Vielmehr müsse man zeigen – in der Gesellschaft, in der Kultur, in Büchern, im alltäglichen Miteinander -, daß sich die Offenheit lohnt, daß sie Spaß macht, daß sie schön ist, daß sie einen weiterbringt als der Rückzug. Mit Langeweile rette man Europa nicht.“
(Navid Kermani, Entlang der Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan, München 2018, S. 33)

KunstRätsel 027

Die Welt als Wunderkammer tat sich vor uns auf, als wir das Bezugswerk dieses KunstRätsel 2015 in Venedig in einem neu errichteten Länderpavillon entdeckten. Nebenwirkungen von Globalisierungsprozessen, Verschränkung von Kulturgut und Naturfundstück, Handwerkskunst und Material-Shifts, diese Gedankenfelder werden vor den Vitrinen und Schauwänden, die die von uns gesuchte Künstlerin geschaffen hat, angestoßen. In einer der Wunderkammer-Vitrinen waren diese auf den ersten Eindruck verspielt und leicht wirkenden Brot-Tableaus aufgebaut. Schaut man genau, entdeckt man ungemütliche Weltbilder: Rot-Keuz-Zeltlager auf Ländern des Mittleren Osten, Atomkraftwerk-Kühltürme auf japanischen Inseln, Gebäude-Ruinen auf Erdbebengebieten und weltweit Zäune, Mauern, Sperranlagen. Nicht nur weit weg von uns werden Grenzen verstärkt hochgezogen: USA-Mexiko, Sudan-Südsudan, Nordkora-Südkorea, Israel-Palästina, Indien-Pakistan, um nur einige der weltweit bestbewachten menschengemachten Grenzen zu nennen. Vor unserer Haustüre wird an mehreren Regionen die EU-Außengrenze „dicht gemacht“ und „mit massiver Bedrohung der inneren Sicherheit“ argumentiert. Unserer Erfahrung entspricht es nicht, dass Abschottung und Ausgrenzung von “ allem und allen Anderen“ das Leben reicher, genussvoller und lebendiger machen.
Diese Brot-Welt-Karten entstanden von 2014 bis 2015 unter dem Titel „Crust“. Die Kuste: das Brot, die Erde.
Wer ist die von uns gesuchte Künstlerin?

Die Künstlerin des KunstRätsels 026, Februar 2018, ist Louise Bourgeois und ihrer Geschichte zur Mandarinenschale gewidmet.

KunstRätsel 026


Anhand diesem scheinbar unschuldigen Mandarinenschalenwesen greifen wir diesen Monat die aktuellen Diskussionen rund um #me too auf.
Der Vater, der von uns gesuchten Künstlerin, hatte das abartige Interesse seine Tochter am Familienesstisch als Mädchen bloß zu stellen. Er nutze den stielartigen weißen Ansatz in der Mitte der Mandarine um sie auf ihren „fehlenden Penis“ aufmerksam zu machen. Es war eine Situation, die die gesuchte Künstlerin auch Jahrzehnte danach noch beschäftigte.
Rund 100 Jahre später wird jemand, der damit prahlt Frauen sexuell belästigt zu haben, zum Präsidenten gewählt und weltweit schrieben hundertausende Frauen #me too um kund zu tun, dass sie sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren. In allen drei „Fällen“ zeigen sich sexuell besetzte Machtverhältnisse.
Wir leben in einer extrem sexualisierten Öffentlichkeit, in der Medien, insbesondere Werbung, primär mit sexuellen Markern und Idealen arbeiten, was unter anderem das allseits bekannten Phänomen des „oversexed und underfucked“ nach sich zieht. Unbefangenes Flirten und Koketterie – eine Kunst, die wir aussterben haben lassen – scheint mit den aktuellen Diskursen nicht mehr möglich, scheint uns aber notwendiger denn je um unser Mensch sein zu retten.
Bei uns liegen aktuell zwei Bücher von Katharina von der Gathen als wohltuendes Gegengewicht zu all diesen gewichtigen Wirren um Sexualität auf der Couch: „Das Liebesleben der Tiere“ und „Klär mich auf!“
Die von uns gesuchte französisch-US-amerikanische Künstlerin starb im Alter von 98 Jahren in New York. Bekannt wurde sie mit ihren neun Meter hohen Spinnen-Bronzefiguren, einige davon auch im Besitz mehrerer europäischer Museen. Die Skulpturen versinnbildlichen eine sorgende Mutterfigur.
Wie ist der Name der von uns gesuchten Künstlerin?

Die Arbeit des Jänner-KunstRätsel stammt von Boris Achour „Games whose rules I ignore“ (ab 30:00 min)

KunstRätsel 025

Eine verspielte Arbeit hat uns bei der Venedig Biennale 2015 besonders angezogen: Kartensets und Spielsteine, Figuren und Lederwürste, Spielfelder in mehreren Varianten und jeweils Menschen, die die Spiele spielen. Ja, was spielen sie? Welchen Regeln folgen ihre Züge und Bewegungen, ihr Zögern und ihr Agieren? Ist immer alles möglich?
Johannes genießt die Optionen, bringt ständig neue Handlungsvarianten ins Spiel, agiert unerschrocken und regellos. Andrea wirft das so offene Set an Möglichkeiten in eine Kafka-Welt. Hilflos und mit Widerwillen versucht sie sich über Wasser zu halten.
Die ständige Gratwanderung zwischen notwendigen Regelungen und einem zu eng werdenden Korsett an Reglementierungen erleben wir ständig – im großen wie im kleinen. Aktuell greift das aufstellen von Regeln und enge definieren von dem was sein darf und was nicht, wieder stärker um sich. Soziale Gerechtigkeiten werden ersetzt durch angebliche Maßnahmen zur Sicherheit, Lebensgestaltungsmöglichkeiten werden zusehends eingeschränkt und überwacht.
Das „Kunst-Spiel“ fordert heraus sich im Ungewissen zu bewegen, situativ Entscheidungen zu treffen zwischen Lust und Intuition, Strategie und Perspektivwechsel. Wer spielt schon gern alleine?
Die von uns imitierte Videoinstallation stammt von einem 1966 in Marseille geboren, in Paris lebenden und arbeitenden Künstler. Wie heißt der Titel der Arbeit und von wem stammt sie?
Zu gewinnen gibt es einen Spielabend mit Johannes! Andrea spielt nicht mit, sie serviert die Getränke.

Mit dem Lied Glückskeks von Willi Landl haben Sie die Lösung für das Rätsel 024. Wir gratulieren herzlichst.

KunstRätsel 024

Mit dieser Art von Orakel wird klassischerweise beglückt, wer ein asiatisches Glutamat-Gericht zu sich genommen hat. Und von diesem Glück, das in Keksen versteckt gereicht wird, singt auch der oberösterreichische Reim-Verweigerer den wir mit diesem KunstRätsel suchen. Egal was er auch besingt, die nervende Eintönigkeit des Alltags, die allumfassendste Liebe oder von Onkeln und Tanten, er tut es im Stile eines Gentlemans, fein im Ausdruck, pointiert und mit einem Schuss bissiger Ironie, die aber niemals ins Abgehobene oder Überhebliche abgleitet. Ganz nebenbei und völlig unbeabsichtigt wirf er mit seiner Musik die Frage auf, warum es in Österreich neben ihm kaum hauptberufliche männliche Jazzsänger gibt.
Wir jedenfalls würden uns freuen, ihn mal wieder in Steinbach, im Gasthaus Penkner erleben zu können! Wie heißt der von uns gesuchte Musiker, der nicht nur auf Glückskekse steht sondern auch alles mit „Bob“ mag?

Des November-Rätsels Lösung: „Es war wirklich nicht schwierig. Da hätte jeder von uns raufgehen können“ sagte Robert Mang.

KunstRätsel 023

Diesen Monat nach dem italienischen Goldschmied und Bildhauer Benvenuto Cellini zu fragen, wäre eine Farce. Seinem Bravour-Stück der Goldschmiedekunst und des Gebrauchsdesigns steht die Bravour-Performance des Diebstahls 2003 gegenüber: genau schauen und Sicherheitslücken erkennen, im Morgengrauen ein Baugerüst erklettern, innerhalb von 46 Sekunden beherzt zuschlagen, einpacken und weg; das 50-Millionen-Euro-Teil in einem Waldstück beim Dorf Brand bei Zwettl vergraben, den abnehmbaren Dreizack separat der Fahndungspolizei zusenden, eine Großfahndung evozieren, zehn Millionen Lösegeld von der Versicherung fordern und drohen das goldene Glanzstück einzuschmelzen falls sie kein Geld rüberwachsen lassen.
Also wirklich gerechtfertigt, dass der von uns gesuchte Meisterdieb von den verhängten fünf Jahren nur zwei Jahre und neun Monate absitzen musste. Wie heißt der Kunsträuber?

Die Lösung des KunstRätsel 022: Ana Mendieta. Sie schuf als erste diese Art der Quetsch-Portraits.

KunstRätsel 022

Zigtausend flache Frauenbilder wurden im Laufe der vergangenen Jahrhunderte, vor allem von Männern, gepinselt und gespachtelt, abgelichtet und gedruckt.
Flache Portraits von sich selbst schuf auch die von uns gesuchte, in Kuba geborene, Künstlerin. Der Einsatz ihres eigenen Körpers durchzieht ihr gesamtes Werk. Konsequent arbeitete sie gegen glatte Optik und hübsche Bilder. Bereits 1972 entstand die Serie ihrer Körper-Eindrücke, die konträr sind zu all den aktuell kursierenden, geschönten und standardisierte Bilder mit denen wir via Facebook-Profil, Instagram und Co. unsere Identität vermarkten. Erst 2014 widmete das Museum der Moderne, Salzburg der gesuchten Künstlerin die erste große Retrospektive im deutschsprachigen Raum. Wessen Bildkonzept wird hier von uns aufgegriffen?

Rätsellösung 021: Ja, der Altmeister Daniel Spoerri, der dieses Jahr seinen 87. Geburtstag feierte, macht schon lange keine Fallen-Bilder mehr sondern spielt sich mit unterschiedlichen andere Medien und Materialien. Sein „Fadenscheiniges Orakel“ stammt aus dem Jahr 2014. Eine Auswahl seiner Arbeiten ist in seinem Museum in Hadersdorf, NÖ zu sehen.

KunstRätsel 021


Als inhaltliches upcycling könnte man die Werkreihe des von uns gesuchten Künstlers bezeichnen, auf die wir uns in diesem Kunsträtsel beziehen. In seinem Museum in Hadersdorf, NÖ, entdeckten wir das Kartenset mit den von ihm gestalteten Sprüchen. Bekannt geworden ist der gebürtige Rumäne ab den 1960 Jahren mit an die Wand montierten Tischflächen samt den fixierten Überbleibsel der vorausgegangenen „Dinnerparties“. In seinen textilen Textcollagen aus alten Wandschonern der Nachkriegszeit verkehrt er das gefundene Wortmaterial in gegenteiliges und verspieltes. Seine neuen Botschaften beziehen Position gegen Scheinheiligkeiten, moralische Fingerzeige und Schuldzuweisungen, meist mit katholischen Unterton. Altes neu aufmischen, ist von Zeit zu Zeit tatsächlich wortwörtlich notwendig!
Falls jemand seine alten Spruch-Tücher loswerden will – her damit! Wir kreieren Neues.

Der Künstler des August-Rätsels ist Tehching Hsieh und seine Art/Life „One Year Performance“ von 1983 bis 1984.

KunstRätsel 020

Genau ein Jahr lang, von 1983 bis 1984, waren eine Künstlerin und der von uns gesuchte Künstler mit einem zwei Meter langen Seil verbunden. Die beiden mussten sich im gleichen Raum aufhalten und durften sich, so der notarielle Vertrag den die beiden aufgesetzt hatten, nicht berühren. Der Künstler taiwanesischer Herkunft machte insgesamt fünf Jahres-Performances: So zum Beispiel verbrachte er ein ganzes Jahr auf der Straße ohne jemals einen Innenraum zu betreten. In einer weiteren Performance war es seine Aufgabe jede Stunde eine Stechuhr zu betätigen.

In Venedig, als Rahmenprogramm der Biennale, im Palazzo delle Prigioni ist noch bis 26. November 2017 das dokumentarische Material zu den zwei erwähnten Performances zu sehen.

Es ist Marcel Duchamp für den wir 100 Geburtstagskerzen im Urinoir entzündeten. 1917 hat er, wie der Kunsthistoriker Werner Spies schreibt, „der Kunstwelt eine Kloschüssel ins Gesicht geschleudert“ und damit weitere Entwicklungen der Kunst umfassend geprägt. Vom Origianl blieb dieses Foto, das Alfred Stieglitz gemacht hat.

Happy Birsthday Ready Made! Happy Birsthday Duchamp!

KunstRätsel 019

Johannes war bei der Freiwilligen Feuerwehr Aichberg einkaufen. Er willhaben ihr Objekt, gebraucht, Keramik, Breite 40 cm , Höhe 70cm, Tiefe 40 cm. Was ist das? Unseres hat 20 € gekostet, wie viel das des gesuchten Künstlers, ist nicht überliefert. Von der großen Schau 1917 im New Yorker Grand Central Palace, bei der er es präsentierte, wurde er damit jedenfalls ausgeschlossen: sein „Werk“ wurde als maschinengefertigt Alltagsobjekt entlarvt und konnte somit keinesfalls als Kunstwerk gesehen werden. Signiert haben wir unseres mit 100 Kerzen und wünschen HAPPY BIRTHDAY!
Das Original des gesuchten Kunstwerkes gilt als verschollen. Es ist nur fotographisch durch Alfred Stieglitz überliefert. Der gesuchte Künstler musste es aus der Ausstellung entfernen, Stieglitz stellte es in Folge in seiner Galerie 291 aus. Der Überlieferung nach hat er es danach einfach zum Sperrmüll geworfen. Hätte es damals schon willhaben gegeben, wer hätte es wohl gekauft? Vielleicht eine Freiwillige Feuerwehr. Übrigens: die Freiwillige Feuerwehr hätte ihr Freude gehabt bei unserem heißes Geburtstagsfest. Es ist nämlich so plötzlich so heiß geworden, dass die Schüssel einen Sprung bekam, wie seit der Ausstellung des Originals die Kunst.
Wer hat vor 100 Jahren ein Alltagsobjekt auf den Sockel gestellt, signiert und es so zu seinem Kunstwerk gemacht?

Der von uns verweiblichte Bücherwurm stammt vom deutschen Maler Carl Spritzweg, der gemeinsam mit Erwin Wurm, dem aktuell höchstdotierten österreichischen Künstler, der aktuell auch bei der Biennale di Venezia den österreichischen Pavillon bespielt. Johannes, hier nach dem Vorbild einer Wurm-one-minute-sculpture, flehend um Gnade: Zu Beginn und zu Ende der Minute. (Vgl. E. Wurm, The artist begging for mercy).

KunstRätsel 018

Wer dieses KunstRätsel als „one-minute-sculpture“ identifiziert ist zwar auf der richtigen Fährte, aber knapp daneben ist bekanntlich auch daneben. Zudem hat der Bildtitel auch mit Wurm zu tun, und dennoch bringt Sie das nur bedingt weiter. Wurm hin Wurm her – wir haben es hier nicht mit einem Künstler zu tun, dessen Name ein Homonym zu einer ganzen Reihe zum Teil nur sehr entfernt verwandter Gruppen wirbelloser Tiere ist, sondern der vielmehr der Pflanzengattung Plantago zuzuschreiben ist. Die Werke beider – von Pflanze und Tier – sind derzeit in Wien in einer gemeinsamen Ausstellung zu sehen.
Und, wessen Gemälde stellen wir hier nach?
Übrigens fragte ich mich auf der Leiter, ob 1850 der Maler dieses kleinformatigen Gemäldes so wie ich die Würmer im Gebälk hörte.

Die Lösung des KunstRätsel 017 wird mit diesem KLICK gelüftet! Köstlich! Köstlich?

KunstRätsel 017

Dann muss es wohl _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ sein,
und zwar die von _ _ _ _ _ _ _ _ _ & _ _ _ _ _ .
Das gesuchte österreichische Liedermacher-Duo erhielt 2015 den Salzburger Stier.
Gesucht sind sowohl der Songtitel als auch die Namen der beiden. Diesmal gibt es wieder etwas zu gewinnen!: Die ersten sechs Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer erhalten ein KunstS* Poster! 

Genau, TONI ERDMANN ist der Film von Maren Ade. Johannes spielt den Stunt von Peter Simonischek und ich, Andrea, die von Sandra Hüller. Soweit zum KunstRätsel 016.

KunstRätsel 016

Zwar ist er über die Nominierung für einen Oskar nicht hinaus gekommen ̶ bei uns aber hat er das Rennen gemacht. Eine Einstellung aus unserem Lieblingsfilm des Jahres 2016 stellen wir nicht in Bukarest, sondern im Mühlviertel nach. Auch sind wir nicht wie die Protagonisten Vater und Tochter, sondern ein Paar.
Der Film ist auf jeden Fall empfehlenswert: Anhand einer Vater-Tochter-Geschichte zeigt uns die Regisseurin, wie die Wertewelt des Vaters, der zur 68er-Generation gehört, und die seiner Kapitalismus- und Karriere-orientierten Tochter aufeinanderprallen. Mit seiner herzlichen und absurden Performance gelingt es ihm, ihr den Spiegel vorzuhalten und aufzuzeigen, in welchem Hamsterrad sie sich befindet. Für einige Momente schwappt der Humor und die Lust an der Irritation anderer, auch auf seine Tochter über. Gesucht wird der Name der deutschen Regisseurin und des Filmes.

Zum März-Rätsel: Valie Export ist die Erfinderin des Tapp-und-Tast-Kinos. Unter diesem Begriff kann jede und jeder die entsprechenden Fotos selbst recherchieren.

KunstRätsel 015

Erdogan lässt die Evolutionstheorie von Charles Darwin aus den Lehrbüchern streichen, Trump als Präsident der USA, Journalismus und Medienberichterstattungen wird in vielen Ländern wieder unter Regierungshoheit gestellt und, entsprechend der Idee von Sobotka soll eines der grundlegenden Rechte in der Demokratie, die Demonstrations- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt werden, ganz abgesehen davon, dass wir mit unseren Smartphones freiwillig alle auf Schritt und Tritt „getrackt“ sind. (usw.)
Gerade noch bevor mit dem stattfindenden gesellschaftlichen Wertewandel ein neues Mittelalter über uns hereinbricht und erkämpfte Werte erneut von Religionen, Regierungen und Gesellschaften beschnitten werden, bevor Verbote und Erlasse auch Kunst und Sexualität beschränken, spielen wir mit einer der bekanntesten Performances der Nachkriegszeit. Aus einem Kino machen wir zwei. Wir hatten es lustig beim Nachstellen dieser Arbeit, haben experimentiert und Fotos gemacht. Im Rahmen eines Gesprächsabend im OK haben wir die Künstlerin gesehen und miterlebt, wie jemand beim Betrachten eines ihrer Videos ohnmächtig wurde.
So zweifeln wird daran, ob es also auch andere lustig und inspirierend finden oder es als Zumutung erleben und die Moralapostel die Stimme und den Finger heben. Wer trotzdem mitraten will, für den hält der Text wie immer Hinweise bereit um auf die Suche zu gehen. Unsere Interpretation der Performance gibt es diesmal ausschließlich analog als gedruckte Karte.
In den postfaschistischen 1960er Jahren inszenierte die von uns gesuchte, gebürtige Linzerin dieses markante Bild zur gesellschaftlichen Ungleichheit der Rollen von Frau und Mann. In der Tabakfabrik wird Ende des Jahres ein Archiv und Center mit dem Vorlass der Künstlerin eröffnet werden. Aktuell ist ihr „Kino“ Teil der Ausstellung Skandal Normal? im Offenen Kulturhaus, Linz.
Johannes Schwarz und Gottfried Bechtold sind die beiden von uns im Februar gesuchten Künstler.

KunstRätsel 014

Gleich zwei Künstler werden jetzt im Februar gesucht.
Die Baumfiguren des einen bevölkern derzeit (noch bis 26. Februar 2017) einen „Linzer White Cube“, die des anderen tanzen an frischer Luft, tagaus, tagein an einem mühlviertler Waldrand. Die Baumfiguren des einen lehnen unbehelligt an noch wachsenden Kollegen, die des anderen werden in Depots eingelagert. Die des einen sind den Blicken von KunstkritikerInnen ausgesetzt, die des anderen leben unkommentiert in Freiheit. Die Baumfiguren des einen sind in sich selbst ausbalanciert stehend, die des anderen werden aus Sicherheitsgründen angekettet.
Welche Künstler haben diese Baumfiguren geschaffen?

Hans Carl Artmann ist nicht der Autor des WOS GE NA, sondern Friedrich Achleitner! Hier gibts es dazu noch wos ge na Bonusmaterial!

KunstRätsel 013

Ja, wirklich, wir starten in ein zweites KunstRätsel-Jahr! Warum das? Weil es uns taugt. Zu gewinnen gibt es nichts mehr. Wer trotzdem rätseln mag, sei herzlich dazu eingeladen!
„Hier ein paar Hinweise zum Jänner-Rätsel: Google man die Anfangsbuchstaben seines Vornamens, kommt unweigerlich in unmittelbarer Nähe der Name eines österreichischen Rechtspopulisten, auch wenn sie bis auf diese beiden Anfangsbuchstaben wohl wirklich gar nichts an Gemeinsamem haben. Selbst die Namen, die sich aus den Anfangsbuchstaben entwickeln, sind nicht die gleichen. Noch ein Hinweis: Der, den wir suchen war Sohn eines Schuhmachers und wohl einer der vielseitigsten österreichischen Autoren der Nachkriegszeit. Am 4. Dezember 2000 ist er verstorben. Besonders markant und charakteristisch für ihn, sind seine Gedichte im Wiener-Vorstadt-Dialekt. Welchen Autor suchen wir?“
So lautete unser erster Text zum Kunsträtsel des Jahres 2017. Und – wir sind damit dem Internet auf den Leim gegangen, hatten den falschen Autor im Visier und fälschlicherweise zum Urheber unseres Rätsels gemacht. Postfaktisch – das Wort des Jahres 2016 – ist also auch das erste KunstRätsel dieses Jahres!
Der Autor, den wir tatsächlich suchen, ist weder tot noch Sohn eines Schuhmachers, sondern eines Landwirts und Müllers; der Dialekt, in dem er schreib ist nicht aus Wien, sondern aus dem Innviertel und entsprechend seinem Studium befasste er sich ursprünglich mit Raum- und nicht mit Sprachkonstruktionen. Wir haben jetzt das gedruckte Buch seiner Dialektgedichte bestellt. Wir wollen uns vergewissern – schwarz auf weiß, dass WOS NA GE tatsächlich von ihm ist und iwahaubbd alle Unklarheiten ausgeräumt sind.

Dezember-Rätsel-Lösung: David Aaron Wittinghofer

KunstRätsel 012

Der Tyrann von Agrigent sperrte ihm verhasste Personen in einen Ochsen aus Bronze und zündete unter diesem ein Feuer an. Die Schreie und Klagelaute der mit sanftem Feuer Gepeinigten drangen als wohlklingende, süße Musik nach außen. Auf diese Geschichte bezieht sich Sören Kierkegard (1813 – 1855) um seine Ästhetik der Moderne und die Figur des modernen Künstlers zu erfassen. Bei ihm ist zum ersten Mal zu lesen, dass Leid, dass Schmerz erst überhaupt zur ästhetischen Leistung befähigen.
Wir schließen dieses erste Jahr unseres KunstRätsels mit dem, auf mehreren Ebenen, bisher opferreichsten Einsatz. Gesucht ist ein gebürtiger Freistädter, der an der Linzer Kunstuniversität studiert und zur Zeit seiner Zwiebel-Performance 64,5 kg wog.
Zuvor kann noch das nicht auf den ersten Blick weihnachtliche KunstRätsel gelöst werden – wenn auch ohne möglichen Essensgewinn (wir haben keinen Zwiebel mehr): Wessen Performance imitieren wir mit unserer leidvollen Zwiebelschneiderei?

Des Novembers Rätsels Lösung: Willi Dorner. Hier gibt es mehr Fotoeindrücke vom gemeinsamen Skulpturen erschaffen in der Ruine Dobra im August diesen Jahres! Danke nochmals an alle Mitwirkenden!

KunstRätsel 011
fleischstein_projektfoto
Den öffentlichen Raum, architektonische Gegebenheit und den menschlichen Körper – diese beiden Aspekte bringen die „Body in Space“ – Projekte des österreichischen Tänzers und Choreographen zusammen. Auch in Linz waren seine bunten Akrobaten bereits unterwegs. Unsere Akrobaten bespielten im Sommer die Ruine Dobra im Waldviertel. Mehr Bilder unserer Experimente mit dem Burgruinenraum gibt es Anfang Dezember zur Lösung des Rätsels. Wessen Methode ist es, die wir mit den Kindern für dieses KunstRätsel imitieren?

Und der Bezugs-Künstler zum Oktober Rätsel? Mark Dion, gestaltete beim Höhenrausch 2015 mehrere Projekte: Neben der von ihm kuratierten „oberösterreichischen Flug-und-Vögel-Wunderkammer“ schuf er eine Voliere mit Zebrafinken im großen Saal des Offenen Kulturhauses. Bei uns wurde die Voliere zum Hühnerstall und die Zebrafinken zum Huhn.

KunstRätsel 010
KunstRäsel 009_klWir Menschen meinen viel über die Tiere zu wissen: Wir erforschen sie. Wir machen uns Bilder von ihnen. Wir schreiben Bücher über sie. Wir halten sie als Zier- oder Nutztiere. Mit dieser kulturellen Überformung der Tiere, den wissenschaftlichen Konzepten von ihnen und dem echten Tier, befasst sich der von uns gesuchte amerikanische Künstler in vielen seiner Werke. In anderen Werkzyklen schuf er zum Beispiel möblierte, präparierte Jägerstände oder, in einer relativ frühen Serie, geteerte Tiere. Dauerhaft präsent ist er in Österreich mit einer Installation im Schloss Grafenegg/NÖ. Er war vergangenes Jahr bei der wohl populärsten Kunstausstellung Oberösterreichs mit einem Voliere vertreten und zudem widmete sich Andrea in ihrer Kunstgeschichte-Diplomarbeit seinem Werk.
Wer schuf das Kunstwerk, das hier Vorbild für dieses Voliere für die Vögel von Fröhlichland war?

LÖSUNG des SEPTEMBER-Rätsels: Ursula Stalder ist die Schweizer Künstlerin, nach der wir im September gefragt haben. Sie hat beim Höhenrausch 2011 die „Lagune von Venedig“ gestaltet.

Kunsträtsel 009
KunstRätsel_kl
Die Lagune von Dobra, nicht die von Venedig, haben wir für dieses KunstRätsel im Waldviertel gestaltet. Diese Lagune ist nicht von der gesuchten Schweizer Künstlerin, nicht über den Dächern von Linz, nicht in der populärsten Kunstaustellung Oberösterreichs (Michaela, Schwester, Schwägerin und OK-Projektassistentin, wird sich freuen), installiert worden, sondern von uns am Steg des Dobra-Stausees, für unser populäres KunstRätsel.
Verlorene und weggeworfene Materialien des Alltags und geborgene Gegenstände verdichten sich dabei zu einem Gesamtbild, das von Campingurlaub, Überfluss und kurzer Halbwertszeit von Gebrauchsgütern erzählt.
Von wem stammt die von uns nachgestellte Kunstinstallation?

Des August-Rätsels Lösung: Sean Scully mit dem Werk „Cut Ground Blue Red“ aus dem Jahr 2011, 153×153.

Kunsträtsel 008
KunstRätsel_008_Blog
„Weil mich seine Bilder, die für mich Landschaften sind, vor einigen Jahren bei der Retrospektive im Lentos so angesprochen haben.“ ̶ so fiel die Auswahl für das KunstRätsel im August auf den gebürtigen Iren, der ein nach wie vor arbeitender Zeitgenosse ist.
Geometrische und doch organische Form, Flächigkeit und doch Tiefenraum. Beides entsteht durch vielfachen Farbauftrag. Diesen Arbeitsprozess wollte Johannes selbst ausprobieren. Auch die mächtigen Bilddimensionen mit denen der gesuchte Künstler arbeitet, und die dadurch entstehende Üppigkeit, faszinieren ihn.
Am Kunstmarkt werden seine Gemälde bis zu mehreren Hunderttausend Euro gehandelt. Der Nachbau, ein Original von Johannes Schwarz, 150x150cm, ist, wenngleich nicht weniger wertvoll, doch noch deutlich günstiger zu erstehen! Wer hat eine großzügige leer Wand und steht auf Colorfield Painting? Das Original kann im Atelier im Fröhlichland besichtigt werden.

Der ursprüngliche Künstler der JuliRätsel Zeichnung war Antoine de Saint-Exupéry. Und hier ist die zweite Zeichnung, die er in seinem Leben gefertigt hat, bevor er den kleinen Prinzen getroffen hat, diesmal von Johannes gezeichnet. „Es war wirklich sehr schwer, den Elefanten in der Boa zu zeichnen.“   Boa mit Innenleben_kl

Kunsträtsel 007
Boa_kl
Dieses Monat gibt es endlich wieder ein GESCHEITES, ein SCHÖNES Kunsträtsel! Von mehreren Menschen, besonders aber von unseren Eltern kamen Rückmeldungen, dass es so SCHICH sei, was wir machen. Johannes Mama hat die KunstRätselkarten mit Pfeil und Bogen gleich weggeschmissen, von Johanna, Andreas Mama, haben wir sie wieder zurückbekommen, weil sie die ja NIEMANDEN GEBEN kann!
Wir lassen uns nicht irritieren und entmutigen, tun und imitieren, was uns Spaß macht.
Das KunstRätsel 007 erfordert Phantasie und Assoziationsbereitschaft! Der Erschaffer der ursprünglichen Zeichnung, die wir dieses Monat imitieren, erhielt, als er sie das erste Mal herzeigte, schlechte Resonanz. Er solle besser mit dem Zeichnen aufhören und WAS GESCHEITES tun, sich mit WICHTIGEN Dingen beschäftigen. Daraufhin hat er niemandem mehr von diesem Werk erzählt und war Pilot geworden. Mit einem Motorschaden landete er eines Tages in der Wüste, wo er eine ungewöhnliche Begegnung mit einem Wesen hatte, das das Motiv seiner Zeichnung sofort identifizierte: „Ich will keine Boa, die einen Elefanten gefressen hat; ich brauche ein Schaf“. Wer hat dieses Motiv gezeichnet und wen hat er kennengelernt?

Der gesuchte Künstler des Juni KunstRätsel 006 war Jean Benner. Salome hat das Haupt von Johannes dem Täufer am Tablett. Passend zum Namenstag von Johannes, haben wir dieses Kunstwerk ausgewählt.

Kunsträtsel 006
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Oje! Diesmal liegen wir mit unserem Nachbau atmosphärisch ziemlich abseits des Original! Was bei uns hier richtig trashy geraten ist, ist im Original ebenfalls vielleicht nicht allen zuträglich: der süße französische Kitsch des ausgehenden 19. Jahrhunderts prägt das Gemälde von Salome, das heute in Nantes im Musée des Beaux-Arts hängt.
Salome, die Tochter der Herodias wurde im Laufe der Geschichte für die Enthauptung des Johannes des Täufers, dem letzten Propheten des alten Testament verantwortlich gemacht. Seit der Renaissance von vielen Künstlern dargestellt worden. Zudem ist am 24. Juni Johannistag, der an Johannes den Täufer erinnert und Johannes war es auch, der dieses ursprünglich richtig schöne Werk auswählte.
Des Mai-KunstRätsels Lösung ist die amerikanische Künstlerin Louise Lawler, die das „Lebensumfeld“ abstrakter Kunstwerke aufspürt.

Kunsträtsel 005
Louise Lawler_Pollock+Tureen_kl
In welchen räumlichen Kontexten wird welche Kunst von welchen Menschen gesammelt, rezipiert und wertgeschätzt? Mit diesen Fragen befasste sich die von uns gesuchte Künstlerin in einer ihrer Werkserien. Anfang der 1980er fotografierte sie Kunstwerke in ihrer jeweiligen Umgebung, in privaten Räumlichkeiten von Sammlerinnen und Sammlern aber auch in Museen. Eines dieser Fotos ist besonders bekannt geworden. Darauf treffen eine sauteure Arbeit von Jackson Pollock und eine sauteure Suppenterrine der Firma Porcelain & Pottery Tureen aufeinander. Frau und Herr Burton sind diejenigen, die mit diesen schmucken Teilen als Distinktionsmerkmal ihr Wohnzimmer dekorierten.
Wir machten uns die Mühe dieses Ensemble von Gemälde und Suppenterrine nachzubauen.
„Rest Energy“ ist der Titel dieser Performance von Marina Abramovic und ihrem damaligen Partner Ulay. 1980 fand diese Performance in einem Filmstudio in Amsterdam statt.

Kunsträtsel 004
restenergie_kl
Im April suchen wir die Grande Dame der Performancekunst. Dass Paarbeziehungen eine prekäre Angelegenheit sein können, wurde von ihr und ihrem Partner in markanten Versuchsanordnungen zum Ausdruck gebracht. Das gemeinsame Ende der „Lover“ war die Beziehungswanderung auf der Chinesischen Mauer. Bei einem ihrer letzten großen Projekt im MoMA, NY, war sie während der Ausstellungsöffnungszeiten über den Zeitraum von drei Monaten konsequent absolut präsent. Die von uns gesuchte Performerin ist gebürtige Belgraderin und lebt in New York.
Des KunstRätsels 003 Lösung sind die Schweizer Peter Fischli und David Weiss mit ihrem Projekt „Und plötzlich diese Übersicht“.

Kunsträtsel 003
Lustig und Blöd_kl
Unser Imitat bezieht sich auf eines von insgesamt 350 Ton-Szenarien: Allesamt sind es Übersetzungen von Sprichwörtern und Gegensätzen, historischen Ereignissen und Bezügen zur Kulturtheorie der letzten dreißig Jahre. Das Künstlerduo, das seit 1979 gemeinsam gearbeitet hat, schuf dieses Konvolut aus Ton, vor allem wurden sie aber mit ihrer Wurst-Serie bekannt. Meist verarbeiteten sie in ihren Arbeiten Alltagsdinge, zum Beispiel solche, die ihren Lauf nehmen. Andere Versuchsanordnungen schaffen fragile Balanceakte aus Möbeln, Haushaltsgegenständen und Lebensmitteln. Die zwei Schweizer des Rätsel 003 befassten sich wie Stefan Sagmeister (Lösung Rätsel 002) mit einer der menschlichen Grundfragen: „Findet mich das Glück?“

Kunsträtsel 002
Ifidontaskiwontge_kl
Gesucht wird ein gebürtiger Bregenzer, der in NYC lebt. Sie könnten seinen hodenlosen Löwen, der Bridges to Babylon schlägt, kennen. Auch für Lou Reed hat er ein Album-Werbeplakat entworfen, das vom Ländle bis nach NYC bekannt wurde. Noch keinen blassen Schimmer? Sie kennen die Abteilungen in Bibliotheken und Buchhandlungen, die mit Lebenshilfe / Psychologie überschrieben sind. Seine derzeit in Wien laufende Ausstellung (noch bis 28.3 zu sehen) ist eine vergnügliche Gratwanderung zwischen angewandtem Design und künstlerischer Lebensberatung (siehe Botschaft des Bildes). Don`t miss it and be happy! Wer ist der gesuchte Künstler und wie heißt die laufende Ausstellung?
Die gesuchte Künstlerin 001 ist Sarah Lucas.

Kunsträtsel 001

Jänner_Rätsel
Das sinnlich assoziative Spiel mit Eiern, Körpern, Zigaretten und organischen Formen charakterisiert einen Teil der Arbeiten der von uns imitierten Künstlerin. Wer bei der Venedig Biennale 2015 die Briten besuchte, hat noch das Gelb ihrer Werke im Kopf. Aber auch in der Kunsthalle Krems, im Rahmen einer Ausstellung mit ihren inhaltlich-thematischen Freunden Gelatin (jetzt Gelitin) und Hieronymus Bosch, gab es sie zu sehen.