Die Lieder von Anna Mabo mag ich, weil sie in einem Lied so über verstorbene Hunde und Großmütter singt, dass sich daran ein langer Roter Faden zwischen all die alltäglichen Herausforderungen des Menschsein knüpfen lässt.
Die Lieder von Anna Mabo mag ich so, weil sie in ihnen banal Persönliches mit gesellschaftspolitischen Agenden verschränkt.
Die Lieder von Anna Mabo mag ich so so, weil sie unter einem Thema mehrere Narrative bündelt und auch wieder loslässt.
Die Lieder von Anna Mabo mag ich so so so, weil die Texte Wortgeflechte aufspannen, in denen es sowohl um Gewichtiges als auch um Nix geht. Weil das Unverwertbare essenziell ist, fürs gute Leben.
Und dann mag ich die unsauberen Reime und Anti-Reime und all die Sinnleerstellen, die mich bei jedem Hören aufs Neue kitzeln.
Am Cover des aktuellen Albums Mittelschwere Extase hat sie Zeichnungen von Pippilotta aka Leonie eingebaut. So so so super!
In Litschau beim Schrammel Klang Festival 2024 hat sie mich voll erwischt. Und mich und uns seither nicht mehr losgelassen.




