gesticktes

Sehr geehrte Schwester Antonia,
wie Sie hier sehen können, greife ich auch noch nach Ihrem Unterricht an der Haushaltungsschule der Schulschwestern zu Unserer Lieben Frau, Freistadt, gelegentlich zur Sticknadel. Auch wenn die Motive vielleicht nicht ganz nach Ihrem Geschmack sind, so hat sich Ihr Bemühen doch gelohnt und mir eine Technik vermittelt, eine Möglichkeit unter Möglichkeiten, auf die ich bei Bedarf zurückgreifen kann. Besten Dank!

dOKUMENTA (13) was bleibt und ich mit mir trage




Ich war bei der dOKUMENTA(13). Ich habe zwei Souvenir-Stofftaschen gekauft. Ich habe in der Karlsaue die Audioinstallation „for a thousand years“ von Janet Cardiff und George Bures Miller gehört. Ich habe ein Foto gemacht. Ich habe das Werk „„Where to draw the Line“ von Simryn Gill gesehen. Josef hat von mir ein Foto gemacht. Ich habe die Fotos bearbeitet. Ich habe die entstandenen Bilder ausgedruckt. Ich habe die Linien der Ausdrucke auf die Souvenir-Stofftaschen übertragen. Ich habe die Linien nachgestickt.
Von einem Medium ins andere, Übersetzungen. Fast wie ‚Stille Post‘ spielen. Was bleibt, was wird verstärkt, was fällt weg?


Gendering, einst und jetzt


Mädchen, Mädchen – einst und jetzt


Auch du kannst eine Prinzessin sein!

Was mich bei allein drei Stick-Arbeiten gereizt hat, ist die Weiterentwicklung der Sujets in Abhängigkeit von der Technik mit der sie angefertigt werden. Kreuzstich ergibt aufgrund seiner Machart eine ganz spezifische Optik und erfordert relativ grobe, schematische Fromen.

 

RoleModel
Ein Bild aus Bildern, aus Fragmenten von Bildern, Männer und Frauen, Klischees und Stereotypen, überlagert und zusammen gehäckelt.