Ausstellung:

Im Rahmen des Jahresschwerpunkts „Frauen und Kultur“ bietet Fraustadt Freistadt mit der Ausstellung not/only/pink (16. Jänner – 19. April 2026, Schlossmuseum Freistadt) Künstlerinnen der Region eine gemeinsame Plattform. Die Ausstellung arrangiert von versteht sich als Zusammenschau aktueller Positionen weiblicher Kunstproduktion und stellt dabei die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen, Medien und Themen in den Mittelpunkt. Not/only/pink zeigt, wie unterschiedlich Künstlerinnen arbeiten, welche individuellen Strategien sie im Umgang mit Materialien, Raum und Zeit entwickeln und wie sie ihre Sicht auf die Welt in Bilder übersetzen. In der Ausstellung treffen junge auf etablierte Positionen, gegenständliche auf konzeptionelle Ansätze, intuitive Gesten auf reflektierte Konzepte. Diese Spannungsfelder eröffnen einen vielstimmigen Resonanzraum, der das regionale künstlerische Schaffen in seiner Breite sichtbar macht und zugleich zur Reflexion über weibliche Perspektiven in der zeitgenössischen Kunst anregt. Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher ein, in dieses offene Netzwerk von Sichtweisen einzutreten – jenseits festgelegter Farb- oder Rollenbilder.

Zur Radiosendung im Freien Radio Freistadt mit Ernst Hager  

 

Eröffnung: Ich möchte Ihnen für die Ausstellung einen in der Kunstgeschichte bekannten Satz mit auf den Weg geben; einige kennen ihn vielleicht: „Schön, wie die zufällige Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirmes auf einem Seziertisch“. Auch die Arbeiten der Ausstellung kommen aus verschiedensten Richtungen, sowohl stilistisch als auch inhaltlich. Manche knüpfen an aktuelle künstlerische Praktiken und Diskursen an, manche auch nicht. Die Ausstellung ist jedenfalls: not/only/pink. Sie werden eine Ausstellung sehen, in der die Arbeiten in enger Nachbarschaft zueinander gehängt sind. Das hat sowohl praktische als auch konzeptionelle Gründe: Fraustadt Freistadt wollte vielen Künstlerinnen Gelegenheit zur Beteiligung geben. Das ist uns mit 21 Beteiligten auch gut gelungen. Zum anderen war es auch eine programmatische Entscheidung: Es sollten eben nicht einige wenige Werke hervorgehoben werden, sondern es sollte sich ein Netzwerk, ein dichtes Gefüge an Bildwelten bilden. Und zwar so, dass sich auch zwischen den Bildern etwas tun kann. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen die eine oder andere visuell unerwartete Kollision, die eine oder andere anregende Nachbarschaften und dass sich so (vielleicht) auch zwischen den Werken etwas auftut.

Künstlerinnen und Fraustadt Freistadt TEam / ©_KURT HOERBST 2025