Gartenrundgang 2017

Kalt war der Beginn der Saison im April und nur mit vielen Kerzen, mit denen Johanna in den Nächten das Glashaus wärmte, konnten die Pflänzchen die tiefen Temperaturen überstehen. Die seither folgende Hitze mögen die Pflanzen, besonders Zucchini und Kürbis, vorausgesetzt man versorgt sie mit ausreichend Wasser.

Die Weißen Kornblumen hat sich Johanna direkt vors Küchenfenster gesetzt. Sie mag die kleinen, flauschig wirkenden Blüten

In mehreren Töpfen mit etwas Dung gedeihen die Minzen ohne im Garten wild zu wuchern. Aktuell wächst Apfel-Minze und Krause-Minze, Kärntner-Minze und Schoko-Minze, Marokkanische Minze und Mojito-Minze.

Die offenen Blüten der Königskerze werden für Tee am frühen Vormittag, sobald sie abgetrocknet sind, gepflückt Gegen Mittag werden sie bereits welk. Der Tee lindert Husten, wirkt blutreinigend und schweißtreibend. Wie alle anderen Blüten sind auch diese gut zum Garnieren von Speisen geeignet und auch mit dieser Pflanze lockt man Bienen und Schmetterlinge.

Entlang einer alten Betonmauer im Hof wachsen Bartnelken. Sie blühen lange und samen sich selbst wieder aus.

Der Muskateller-Salbei duftet intensiv und blüht beeindruckend. Die Blätter können getrocknet werden und auch zum Ansetzen von Schnäpse verwendet werden. Genauso kann man ihn zum Würzen und Garnieren von Speisen verwenden. Auch hier lässt Johanna einige Pflanzen stehen, damit die Samen ausreifen können.

Ballon-Blume

Das Pfefferkraut, eine Monaden-Art, wird nicht wie die Rote Monade für Tee verwendet, sondern die Blätter eigenen sich gut zum Würzen. Wie der Name sagt, sind sie scharf und pfeffrig im Geschmack. Die abgezupften lila Blüten eigenen sich besonders gut für Kräutersalz und zum Garnieren von Aufstrichen und anderen Speisen oder auch im Salat. Zudem ist die Pflanze eine tolle Futterquelle für Hummeln und Bienen.

Den Baumspinat hat Johanna als kleines Pflänzchen geschenkt bekommen. Das Grün der jungen Pflanzen schmeckt als Spinat, gemischt mit anderen Grünpflanzen, besonders gut. Johanna verkocht den Baumspinat gemeinsam mit Boretsch, Neuseeländerspinat, Mangold und Gemüsemalve zu einem leckeren Frühsommergericht. Einige der Pflanzen werden dann für die Samen stehen gelassen und aufgrund seiner Zweifarbigkeit gefällt er ihr besonders.

Johann geht jeden Tag eine Waldrunde. 2016 kam er eines Tages heim und sagte, dass er am neuen Waldweg eine Rosenstauden, noch ohne Blüte, wachsen gesehen habe. Er hat sie dann ausgegraben und Johanna war neugierig, wie sie sich entwickeln würde. Die Blätter der Staude schienen vielversprechend und tatsächlich – heuer blüht sie das erste Mal.

Johannas Garten endet nicht am Zaun. Die Himbeer-Stauden wuchern außerhalb, auch ein großer Stock Dost, eine Oregano-Art und zahlreiche Nachtkerzen wachsen entlang des Zaunes. Sowohl die Blätter als auch die Blüten des Dost werden getrocknet und zum Würzen von Speisen verwendet. Die Blüten der Nachtkerzen verwendet Johanna für Salat. Sie müssen allerdings bereits in der Früh gepflückt und in einem Gefäß im Kühlschrank gekühlt gelagert werden, den Mittags sind sie bereits wieder in sich zusammen gefallen. Tee aus den Samen lindert Erkältungen und Husten und wirken beruhigend. Auch die jungen Blätter können als Gemüse verwendet werden.