Pointillismus, reverse und begehbar


Diese begehbare Installation war beim Tag des Denkmals 2010 beim sog. Tor-Hietler, nähe Linzertor, in Freistadt, zu besuchen.




Der Pointillismus, ein Konzept der Malweise des ausgehenden 19. Jahrhunderts, hat versucht, das Bild mittels sehr kurzer, dicht gesetzter, punktartige Pinselstriche so zu malen, dass es sich erst durch die Wahrnehmung des Betrachters zusammenfügt. Das Sehvergnügen am Pointillismus entsteht vor allem durch die Auflösung der dichten gemalten Materie in Lichtpunkt.
Diesen Aspekt greifen die Papiervorhänge im Hof des sog. „Tor-Hietler“ auf. Nicht die Punkte sind in Farbe gehalten, sondern die Punkt-Zwischenräume. Der Gang durch die Farbfahnen, ein Augenschmaus, ein Lichthof, in dem es nichts zu verstehen gibt.