Møn, Møns Klint, Di 23. Mai

Heute wollen wir die Kreideklippen von Møn anschauen. Vom Campingplatz sind es gut drei Kilometer. Es ist zwar wieder kühler, aber bis zum Nachmittag noch trocken. Wir radeln los. Leonie will, jetzt endlich mit Johannes das Abschleppseil ausprobieren. Die Strecke führt durch einen beeindruckend Buchenwald. Insgesamt gibt es hier 700 ha Laubwald, Wald, der in der Vergangenheit von der königlichen Familie als Jagdgebiet genutzt wurde.

Zu den Klippen kommt man über die längsten Stiegen in Dänemark. 497 Stufen führen den Hang hinunter zum Meer.

Es ist eine. Leonie ist fasziniert davon, dass es tatsächlich wie Tafelkreide zu verwenden ist und beschriftet mit Kreide zahlreiche Steine.

Wir wandern die Klippe entlang. Immer wieder kommt es zu Kreidestürzen. 2007, beim letzten großen Abbruch, sind rund 500 000 Tonnen Material weggebrochen. Da kommt es einem fast mutig vor, gemütlich unterhalb entlang zu schlendern, nach Fossilien Ausschau zu halten und Kreidestücke aufzulesen. So viele Steine, Kiesel, einer schöner als der andere. Wenn es möglich wäre, hätte jeder von uns nach einem guten Kilometer schon eine Scheibtruhe voll geladen mit tollen Steinen! Oder Schwemmholz.

So nehmen wir nur drei, vier Fossilien, ein paar Steinchen, ein paar kleine Kreidebröckchen und ein kleines Hölzchen, alles passt in unsere Jackentaschen, mit.

Auf dem Rückweg müssen einige Rollasseln vor dem Tod durch wandernde Touristen gerettet werden. Johannes und Leonie helfen zusammen.

Das Geo Center hätte uns zwar interessiert. Aber das sparen wir uns, wortwörtlich. Die dänischen Preise sind ziemlich fantastisch. Der Eintritt ins Geo Center, ein kleines Infozentrum zu den Kreideklippen, würde für uns drei rund 55 Euro kosten. Abgesehen davon ist das Platz beeindruckend und gut passen für uns! Wald, Steine, Wege und schöne, pittoreske Ausblicke!

Wir radeln retour zum Campingplatz. In der Küche ist es gemütlich, wir machen uns Tee und versuchen wieder mal den Rubic Cube zu verstehen. Johannes liest und, nach dem es geregnet hat, ist Leonie als Schneckenretterin im Einsatz. Weinbergschnecken und alle Arten von Bänderschnecken sind auf den Wegen unterwegs. Sie müssen in nicht von Menschen frequentierte Bereiche befördert werden.

Ein guter Tag, auf einem tollen Campingplatz! Wie bisher in den meisten Gegenden, könnte man auch hier noch einiges unternehmen, aber morgen fahren wir weiter nach Kopenhagen. Und voraussichtlich nach Schweden.