Forchenstein bis Pinggau

MI, 9. Juni 2021

Johannes, motiviert für die anspruchsvolle Tagesetappen, die vor ihm lag, brach zeitig auf. Pippilotta und ich erkundigten die Situation beim noch geschlossen Badestausee Forchenstein. Mehrere Leute waren mit den Vorbereitungen für die morgige Eröffnung beschäftigt. Das Buffet hatte aber auch heute schon offen und baden dürften wir inoffiziell auch. Also badeten wir.

Und, ohne das wir es beabsichtigte hatten, wurde es ein Tag der Tiere in unterschiedlichsten Zuständen:

Der Weg ins Wasser führte durch unzählige Kaulquappen, die sich zu tausenden im gesamten Uferbereich tummelten
In der Uferbepflanzung fand Pippilotta Spitzschlammschnecken und leere Gehäuse.
Schmetterlingseier (vielleicht Phalera bucephala, Mondvogel) fand sie auf einem Birkenblatt.
Am Weg um den Badestausee sahen wir zwei Verwandte der gestrigen Baby-Ringelnatter. Eine Erwachsene und dieses jugendliche Tier.
Erstaunlich neugierig und unerschrocken besuchte uns diese Stock-Enten-Mama mit ihrem Nachwuchs bei der Picknickdecke.
Auf der Parkplatzwiese fanden wir diesen flachen Kerl.

Nach dem Vormittag am Badeteich besichtigten wir einen Hügel weiter die imposante Burg Forchenstein. Selbst da gab es Tiere:

Ein ausgestopften Krokodil.
Gemalte Jagd- und Schoßhunde
Und nicht zuletzt zwei lachende Einhörner!

Bereits seit gestern Abend, als wir ans Westufer des Neusiedler See kamen, haben wir die ganz flache Landschaft hinter uns gelassen. Und nach der Burg Forchenstein fuhren wir heute durch die Bucklige Welt:

Instinktiv hatten wir wieder die gleiche Route gewählt wie Johannes, dem die Hügel einiges abverlangten.

Unser gemeinsames Tagesziel ist heute der Michaelihof in Pinggau. Franz, wenn man so will der Seniorchef des Hofes, ist seit rund vierzig Jahren ein Freund von Johannes. Gemeinsam sind wir auch zu dritt immer wieder zu Besuch am Hof. Wir nächtigen gerne in den Jurten, die auch vermietet werden und Pippilotta freut sich über die Pferde.

Johannes ist tatsächlich die gesamte Strecke geradelt, trotz unzähliger Steigungen, sommerlicher Hitze und der Möglichkeit, das Rad auf das Autodach zu packen! Er kam rechtzeitig zur Jause. Da hatten Pippilotta und ich derweil auch schon Pinggauer Badeteich genutzt und mit Rebekka die Reitmöglichkeiten der nächsten drei Tage besprochen.