Seewinkel, bis Forchtenstein

DI, 8. Juni 2021

Mit Kirschen und Erdbeeren starten wir in den Tag, der ein sehr Tier-reicher wurde.

Beim Morgenbaden entdecken Pippilotta und Johannes im Wasser eine sehr junge Ringelnatter. Am Ufer befördern wir sie in ein Marmeladeglas um sie so wieder in einen geschützteren Bereich als den Badestrand zu bringen.

Johannes macht sich am späten Vormittag auf den Weg in Richtung westliches Burgenland. Er radelt durch durch den Seewinkel und in Illmitz mit der Radfähre nach Mörbisch, wo es ab sofort bergauf (und bergab) ging.

Pippilotta und ich verbrachten den Tag im Seewinkel.

Dieser Art von Ziehbrunnen spendete früher Wasser für alle, die draußen am Feld arbeiteten.

Erst waren wir lange im Besucherzentrum des Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. Der Aussichtsturm, ein kleines Freigelände, die Tierpräparate und ein Video „Der Nationalpark Neusiedler See in den vier Jahreszeiten“, waren für uns am Spannendsten. Letzteres wollte Pippilotta gleich drei Mal ansehen.

Dann besuchten wir den Steppentierpark Pamhagen.

Gleich beim Eingang erwartete uns ein sehr geduldiges Zwergponyfohlen.
Es waren unsere ersten Stachelschweine! Richtig gut ist das Geräusch der bewegten Stacheln – und über Maiskörner freuten sie sich auch.
Wir sammelten unzählige versehentlich ausgestreute Körner auf den Gehwegen und verfütterten sie.
„Das Frettchen schläft wohl um diese Tageszeit.“, sagte ich. Da kam es aber auch schon aus seiner Hütte, machte Kacki in seinem Klo-Eck und verschwand rasch wieder im Haus. Ein Frettchen das sein Geschäft verrichtet – ein Highlight quasi!!
Österreichische Barockesel, Fischaugen!

Was mit ihr los ist, wissen wir nicht. Sie scheint sich zum Brüten am Boden entschlossen zu haben. Aber eigentlich sind die diesjährigen Storchenkinder doch bereits geschlüpft.

Ich war erstaunt über die Aktivität der Tiere in diesem Park. Der Bär lag nicht apathisch in einer Ecke, er wälzte sich verspielt, marschierte herum und hielt interessiert seine Nase in den Wind. Die Luchse schlenderten scheinbar vergnügt durchs Gestrüpp, die Zwergkaninchen kamen ans Gehegegitter um sich berühren zu lassen und die Wildschweinrotte nahm, sich lautstark unterhaltend, ein gemeinschaftliches Schlammbad.

Und das Schneeeulenweibchen bewachte zwei Eier.
Johannes war derweil schon Richtung Mörbisch unterwegs und schickte Graugänse-Fotos:

Zum Naturschutzgebiet gehören zahlreiche schön gestaltete Rastplätze mit Aussichtstürmen. Wir machten uns ein Abendessen an einem dieser Orte.

Mit Blick auf eine Lacke gab es nämlich Tomate mit Mozzarella!
Ich sehe schon, die ersten beginnen sich Sorgen zu machen ob der einseitigem Ernährung unseres Kindes.

Abends verabschiedeten wir uns von dieser besonderen Naturlandschaft am Neusiedlersee und fuhren auf die westliche Seite des Sees. Wir kamen bis zur Burg Forchtenstein. Ich hatte uns bereits an einem „wilden“ (also nicht ganz offiziellen) Standplatz für die Nacht in Burgnähe eingerichtet als ich Johannes anrief. Er sei hier bis zum Badesee Forchtenstein gekommen, erzählte er! Ich zog also mit der bereits schlafenden Pippilotta gerne nochmals um, vom Burg-Hügel zum Badesee-Hügel. Die See-Gastro hatte noch offen und wir freuten uns über ein gemeinsames abendliches Bier unter sommerlichem Sternenhimmel. Wir hatten drei Nächte in Podersdorf am Campingplatz angedacht gehabt, waren aber jetzt froh, bereits nach zwei wieder für uns allein auf der Parkplatzwiese zu sitzen.