Petronell-Carnuntum bis Podersdorf

SO, 6. Juni 2021

Trotz naher Straße und Bahntrasse haben wir die Nacht erholsam verbracht. Sogar der Automatenkaffee schmeckt. Nach unseren Erfahrungen in Richtung Schwarzes Meer können wir den „ganz normalen“ Campingplatz in Petronell-Carnuntum richtig schätzen. Alles da, was man braucht, sauber und funktionell. Wer mehr (oder was anderes) will, fährt besser anderswo hin.

… und Kaiser Maximilian I., der 1519 starb, wird Der letzte Ritter genannt …

Zum Frühstück bekamen wir eine umfassende Einführung in das Fachwissen eines Siebenjährigen aus Liezen. Geschichte ist seine Leidenschaft. Alle Habsburger Kaiser samt Regierungszeiten bekamen wir aufgelistet, die Todesumstände diverser historischer Herrscher und Details zum Leben von Richard Löwenherz erfuhren wir. Und bevor er mit seinen Eltern in Richtung Heidentor los marschierte, bekamen wir auch dazu noch Informationen. Faszinierend! Und Pippilotta rannte bellend über die Wiese und rief sie sei jetzt eine große Deutsche Langhaar Hündin.

Johannes nahm das Rad, wir das Auto. Nächster Treffpunkt war der Campingplatz in Podersdorf.

Auch die Route, die Johannes nahm, führte ihn gestern am Heidentor vorbei.

Unseren ersten Stopp machten wir bei einem der unzähligen Windräder.

Seit Pippilotta ihre ersten Windräder auf Kreta sah, freut sie sich immer lautstark, wenn sie wo eines entdeckt.

Dass wir gerade bei einem Windrad so viele Insekten und eine ganze Familie Feldhasen (für die es allerdings ein Teleobjektiv gebraucht hätte) beobachten können, hat uns überrascht. Besonders der untere Betonrand des Windrades scheint sehr attraktiv zu sein:

für eine Motte
diese Spinne
Vielleicht die Raupe eines Falter aus der Familie der Eulenfalter.
Auch aus der Familie der Eulenfalter?
Für uns unbestimmbare kleine glänzende schwarze Käfer, die sich in zwei einzigen Betonlöchern am unteren Windradrand zu verstecken versuchen.
List- oder auch Brautgeschenkspinne
Schaumhülle, sog. Kuckucksspucke, einer Wiesenschaumzikadenlarve
Als wir Johannes wieder trafen, zeigte er uns sein Tierfoto! Was für eine Natter ist den das?

Am Campingplatz in Podersdorf war nach dem Pfingstwochenende großer Abreisetag und wir konnten unser Zelt in der ersten Reihe direkt am See aufbauen. Pippilotta war gleich unterwegs, im Wasser mit Kübel und Schaufel um Schlammsuppe für das Abendessen vorzubereiten, am Klettergerüst um sich dort mit den anderen Kindern die noch da sind, bekannt zu machen.

Fliegt der KITEr davon wenn der Wind stärker wird?

Wir verzichteten dann doch auf die Schlammsuppe und radelten zum Seewirt. Und danach – gibt es in Österreich einen schöneren Platz für Sonnenuntergänge? – saßen wir noch beim Leuchtturm.

Kann der Seewirt so ein Schnitzel nicht ohne diese lästige Verpackung machen?