Wieder Unterwegs.

Von der Ausgangsidee unserer heurigen Reise sind wir weit entfernt. Vom Fröhlichland wollten wir nach Cuxhaven. Jetzt bleiben wir in Ö. Mit dem Rad wollten wir unterwegs sein. Jetzt fahren Pippilotta und ich mit dem Auto und Johannes radelte. Sechs Wochen hatten wir uns Zeit genommen. Knapp eine davon verbrachten wir krankheits- und systembedingt dazwischen wieder zu Hause. Aber:

Mingus, raus mit dir! Wir wollen fahren!

FR, 4. Juni 2021

Wir sind wieder fit und munter. Johannes hat sein Fahrrad am Autodach festgezurrt, Pippilotta und ich haben den Berlingo gepackt, das Autobett eingebaut und sind Probe gelegen. Es kann wieder los gehen!

Johannes wollte wieder dort starten, wo wir Ende letzter Woche aufgehört haben zu radeln. Dass Pippilotta und ich dann für die erste Nacht wieder am Campingplatz in Klosterneuburg hängen geblieben sind, hat mich erstaunt. Aber so hat es am besten gepasst. Johannes radelt los:

Und wir genossen – Endlich Sommer! – den Nachmittag im Strandbad Klosterneuburg. Kindergeschrei und Wasserrutsche, Bademeister und Klettergerüst, Eis und Pommes. Und vor allem verbrachten wir ganz viel Zeit mit Weiden-Samen, die in dichten weißen, fluffigen Haufen den Weg zwischen Strandbad und Campingplatz zum Mikroabenteuer werden ließen.

Die 53 km bis zum Campingplatz in Petronell radelte Johannes locker am Nachmittag. Ja, ohne uns geht es einfach deutlich flotter!

SA, 5. Juni 2021

Einen Blick auf die Mönche des Stiftes Klosterneuburg hätte Pippilotta heute Vormittag gerne erhascht. Leider nein. Dafür amüsierte sie in der Gebetskapelle der Stiftskirche einen Engel, „der wohl bald speiben wird“. Man sollte so kleinen Kindern nicht so eine schwere Last zum hochhalten geben!

Für die Fahrt nach Orth an der Donau, wo wir Johannes wieder trafen, gab es die ersten frischen Erdbeeren. Wir radeln zwar gern, aber Auto fahren auch gut.

Das Nationalpark Zentrum Donau Auen in Orth besuchten wir auch vor zwei Jahren schon. Den Zwillinge dieses Hausen trafen wir damals Wochen später in Tulcea. Angenehm unaufgetregt ist das Nationalpark Zentrum. Mit etwas Geduld sind die nervösen Ziesel zu beobachten, die Sumpfschildkröten – in allen Größen – tanken reglos Sonnenwärme und der Sterlet zieht regelmäßig an der Glaswand des Unterwasserhauses vorbei.

Hübsch, diese Posthornschnecken mit Frisur

Bevor wir uns auf den Weg zum Campingplatz in Petronell-Carnuntum machten, genossen wir die sommerliche Wärme an der Donau in Haslau. Ganz der Version von Astrid Lindgren entsprechend, kam Pippilotta auf die Idee samt Bekleidung zu baden. Die anderen Kinder am Ufer, in schicken Erstkommunion-Kleidern waren beeindruckt!